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Apparat – Vier Singles

Mit diesem Band liegt Warren Ellis' Versuch, das Comic-Äquivalent eines Drei-Minuten-Popsongs zu liefern, nun auch auf Deutsch vor.

(C) Dantes Verlag / Apparat - Vier Singles / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEin Blick auf den bisherigen Output seines Verlags lässt unzweifelhaft erkennen, dass Josua Dantes ein großer Fan von Warren Ellis ("Transmetropolitan", "FreakAngels") sein dürfte, was nicht nur die Veröffentlichung von "Gravel" beweist, sondern nun auch des gesamten "Apparat"-Projekts auf einen Streich. Der Ansatz des britischen Starautors dafür war Mitte der 2000er Jahre so einfach wie spannend: Wie könnte die zeitgenössische Comic-Landschaft aussehen, hätten sich über die Jahrzehnte nicht Superhelden als dominant auf dem Markt durchgesetzt, sondern mit Abenteuerstorys, Pulp und Science-Fiction jene Genres, aus denen sie hervorgingen?


In vier abgeschlossenen Erzählungen, zeichnerisch umgesetzt von ebenso vielen künstlerischen Partnern, wird dieser Frage in unterschiedlicher Weise nachgespürt, sowohl was den Tenor als auch die grundlegend verschiedenen Stile der jeweils zwei Zeichnerinnen und Zeichner betrifft. So bekommt der für sein hyperdetailliertes Artwork bekannte Juan José Ryp ("RoboCop") die Gelegenheit, in "Angel zertrampelt Zukunft" eine eigenwillige Ärztin über die uns Gegenwärtigen (noch?) bizarr erscheinenden kybernetischen Segnungen einer Zeit nach dem postindustriellen Zeitalter zu referieren zu lassen, während Carla Speed McNeil den Titelheld von "Frank Ironwine" zwar als Protoyp des sowohl genialen als auch versoffenen Ermittlers in Szene setzt, der statt kalter Logik gern auch mal eine Mordverdächtige während des Verhörs umarmt.


Nicht minder charmant fallen "Stadt der Aussteiger" mit Zeichnungen von Laurenn McCubbin und seinem Nachhall der heute selbst für Pulp-Verhältnisse Exotenstatus genießenden Storys mit Fliegern als großen Helden sowie "Simon Spector" aus, in dem der bewährte "Gravel"-Kollabopartner Jacen Burrows den gleichermaßen auf Drogen zwecks Effizienzsteigerung wie auf großkalibrige Waffen zurückgreifenden Detektiv in einem Entführungsfall agieren lässt. So grundverschieden die vier "Singles" sind, die sich als in Panelform gegossene Gegenstücke zum guten alten Drei-Minuten-Popsong sehen, so sehr atmen sie alle die Fabulierlust und mitunter den Zynismus, für den man Ellis kennt und schätzt. Josua "Josch" Dantes ist es danken, dass er diese Kleinode auch hierzulande verfügbar gemacht und quasi zeitgleich auch um die übrigen "Apparat"-Storys aus dem US-Verlag Avatar ergänzt hat.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Dantes Verlag




 


 
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