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Book-Review: Lexikon des internationalen Films 2009 (Schüren)

Film- und Fernsehwissen 2009 – wesentlich mehr als nur eine Datenbank, vermittelt dieses Kompendium einen guten Überblick über die Branche und ihre Werke.

Rezension Das Lexikon des internationalen Films 2009 Cover (C) Schüren / Zum Vergrößern auf das Bild klickenHattet Ihr schon einmal einen Almanach in der Hand? Nein? Der Autor dieser Zeilen eine geraume Zeitspanne ebenso nicht. Doch dieser fühlt sich modern und unverstaubt an. Es handelt sich um das "Lexikon des internationalen Films 2009", ein umfassendes Nachschlagewerk mit filmischen Neuheiten aus Kino, DVD/Blu-ray und Fernsehen. Dieses Werk wird alljährlich von der Zeitschrift "film-dienst" und vom Verband katholischer Filmkritik herausgegeben.


Wer am Film interessiert ist oder sich gar als Filmfanatiker bezeichnet, kommt an diesem fast 600 Seiten starken Werk nicht vorbei. Die Informationen sind übersichtlich dargestellt und wirken auch nicht überladen. Wem mit der alphabetischen Auflistung der Filmtitel aus dem Jahr 2009 auf über 400 Seiten nicht genüge getan ist, erhält so ganz nebenbei als Bonus auch den für ein Jahr aktiven Zugang zur Online-Datenbank von "film-dienst" mit knapp 68.000 Einträgen zu Filmen sowie 215.000 Personen und somit Zugang zu weiteren Kritiken und Hintergrundinformationen.


Zum Auftakt wird die Wandlung der Medienlandschaft und ihre Auswirkung auf den Journalismus und seine Zukunft behandelt. Es ist die starke Tendenz abzusehen dass die Online-Welt immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Daraus kommt man zu dem Problem der Qualität der gelieferten Ergebnisse und deren oft mehrfache Verwertung durch verschiedenste Medien, wie man heutzutage zwischen Masse und Klasse unterscheidet und inwiefern dadurch die Vielfalt der Berichterstattung bedroht ist.


Filmisch gesehen war das Jahr 2009 geprägt von Quentin Tarantinos Meisterwerk "Inglourious Basterds", in dem er mit er gekonnt eine alternative Darstellung der bekannten Kriegsfilme über den Zweiten Weltkrieg vornehmlich aus den 1960ern Jahren schafft. Unter anderem erhielt dieser Film gerade in Österreich mehr Beachtung durch die Medien, da Christoph Waltz für seine Rolle als Hans Landa einen Oscar als Bester Nebendarsteller erhielt. Tarantino geht in seinem Film von den üblichen Glorifizierungen des Genres ab und schafft eine für ihn bekannte Mischung aus Autorenkino und B-Movie. Indem er die Thematik popkulturell anhaucht, schreibt er die Geschichte des Zweiten Weltkriegs auf fiktive Weise um. Man könnte sagen dass es sich bei "Inglourious Basterds" um einen in Farbe getauchter Kriegsfilm handelt, welcher die Paradoxien dieses Genres gekonnt umgeht, jedoch aber nicht Spannung und Liebe zu Details vermissen lässt.


Weiters kann das Filmjahr 2009 mit einigen kritischen Werken wie "The Cove – Die Bucht" und "Home" aufzeigen. Freunde des Actionkinos werden mit "Crank 2 – High Voltage" und "Bronson" gut beraten sein. Fans von Joy Division ist der gleichnamige Dokumentarfilm über die britische Post-Punkband ans Herz zu legen, der nicht nur die Motivation ihrer "aggressiv-kämpferischen" Musik darstellt, sondern auch ganz nebenbei ihren Aufstieg und Fall beleuchtet. Ein Werk, das im Lexikon keine Erwähnung findet, sich aber durchaus Beachtung verdient hat, ist "The End of the Line – Die unbequeme Wahrheit unserer Ozeane". Der Dokumentarfilm, der auf die Problematik der Überfischung aufmerksam macht, ist aufschlussreich und erschreckend zugleich.


Auf den letzen 90 Seiten erhält man einen Überblick über internationale Filmfestivals und die dabei vergebenen Preise, ebenso ein detailliertes Adressverzeichnis mit Anschriften und Kontaktadressen von Archiven, Museen, Filmverleihern, Fernsehanstalten und anderen Institutionen, die mit der Branche zu tun haben. Den Abschluss macht ein Lexikon der Regisseure welches durch ein Lexikon der Originaltitel ergänzt wird.



# # # Martin-F. Auflegèr # # #





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