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Comic-Review: Incognito 1 (Panini)

Das Dream Team Brubaker/Philips versorgt uns mit einer wie immer wohldosierten Mixtur aus Crime- und Superhelden-Story. Jetzt auch mit der Extraportion Pulp!

incognito_1_cover (c) Panini / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWährend bei den Kollegen vom Cross Cult Verlag gerade der abschließende vierte Band der großartigen "Sleeper"-Saga erschienen ist, versorgt uns Panini zeitgleich mit dem bis dato aktuellsten Material des eingespielten Comic-Duos Ed Brubaker (Daredevil, Captain America) und Sean Philips (Marvel Zombies, Hellblazer). "Stunde der Wahrheit" versammelt die sechsteilige Miniserie, die 2008/09 bei Marvels "Creator-owned"-Sublabel Icon erschienen und zurecht hoch gelobt worden ist.


Die Ausgangssituation bei "Incognito" ist ähnlich wie jene bei "Sleeper", auch hier steht ein gebrochener Mann zwischen Recht und Gesetz und den Verlockungen der Unterwelt – sowie mit einem Fuß im Kriminal und dem anderen im Betonschuh. Zack langweilt sich in seinem Bürojob, den man ihm im Zeugenschutzprogramm aufgezwungen hat. Durch Medikamente seiner Kräfte beraubt, denkt er wehmütig an die guten alten Tage zurück, in denen er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Xander sowohl auf die Kacke als auch in unzählige Visagen gehauen hat. Doch dieser ist dem Versuch ihres Bosses Black Death, sie als vermeintliche Verräter auszuschalten, zum Opfer gefallen.


Als Zack sich entscheidet, seine Maske wieder anzulegen und das Leben als Normalo hinter sich zu lassen, werden seine alten Verbrecherkollegen wieder aktiv. Aus dem Gefängnis heraus dirigiert Black Death die Jagd auf seinen ehemaligen Mitarbeiter, der nun scheinbar zu den Guten gewechselt ist… und nun von allen Seiten unter Beschuss gerät.


Mitreißend erzählt Ed Brubaker die Geschichte um Zack Overkill, wie immer als Genrebastard aus Superhelden-Story und Crime Noir-Elementen gestrickt, angereichert mit explizitem Vokabular seiner Figuren und Gewalt an genau den Stellen, wo sie nötig ist. Was bei "Sleeper" funktioniert hat, sorgt auch hier für Spannung und kurzweiligen Lesegenuss.


Und doch ist "Incognito" von einem unverkennbaren Hauch Nostalgie umgeben, der aus der Pulp-Ecke heraus durch die Seiten weht: Alleine schon die Origin der Overkill-Brüder, der Ursprung der Kräfte von Black Death und seiner Schurkenkollegen, Doctor Lester als "mad professor" klassischen Zuschnitts – das alles eine großartige Hommage an eine längst vergangene Zeit, als die maskierten Vigilanten und Superhelden-Vorgänger noch mit beiden Beinen auf der Erde standen. Über Sean Philips stimmige Zeichnungen müssen hier wohl keine weiteren Worte verloren werden, allein die Cover-Artworks haben Posterformat. Klarer Kauftipp!


# # # Andreas Grabenschweiger # # #


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