SLAM Logo
© SLAM Media
SLAM #100 mit Interviews und Storys zu ARCHITECTS +++ FUCKED UP +++ HIGH ON FIRE +++ ALKALINE TRIO +++ COHEED AND CAMBRIA +++ u.v.m. +++ plus 2 CDs mit 28 Tracks! Ab 17.10.2018 am Kiosk!

DC Comics Graphic Novel Collection 123

"Euch soll nun heftige Senge zuteilwerden!"

(C) Eaglemoss / DC Comics Graphic Novel Collection 123 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAus der schier unüberschaubaren Historie der Justice League ragt die von Keith Giffen, Jean Marc DeMatteis und Kevin Maguire geschaffene "Justice League (International)" besonders hervor, stellte sie sich doch dem ab Mitte der 1980er herrschenden "Grimm and gritty"-Trend der Superhelden-Comics entgegen und punktete mit skurrilen Einfällen und Gags bis hin zur reinen Parodie des Genres selbst. Völlig zurecht nahm Eaglemoss den Auftakt der langlebigen Reihe in seine DC-Sammlung (genauer gesagt die Bände 73 und 80) auf und legt jetzt mit "Man nannte sie… Justice League" eine Miniserie von 2003/04 vor, die sich als Fortsetzung der kultigen Storys von damals verstand. Und das nicht nur vordergründig, denn alle drei genannten kreativen Protagonisten fanden sich dafür wieder zusammen.


Die Essenz des Sechsteilers ist schnell auf den Punkt gebracht: Maxwell Lord, immer noch ein durchtriebenes Schlitzohr vor dem Herrn, versucht die ehemaligen Mitglieder der einst von ihm geleiteten JLI-Inkarnation zusammenzutrommeln, um normalen Bürgern gegen Bares beizustehen – im Grunde ein Pendant zu den "Heroes For Hire" von Marvel, jedoch diesmal komplett ohne Kapazunder wie Batman oder Martian Manhunter, auch wenn diese später mal vorbeischauen, um die "Super Buddies" zu überwachen. Zeit, sich erneut an die Superhelden-WG einzugewöhnen bleibt nicht, denn schon nach kurzer Zeit finden sich die Mitglieder sowohl mit ihrer Entführung zum Zwecke von Schaukämpfen als auch einer außerirdischen Invasion konfrontiert.


Die eigentliche Handlung hätte sich auf zwei Hefte komprimieren lassen, aber dann müsste man auf Legionen an Witzen verzichten, die das Original alt aussehen lassen. Egal ob Feuer am Dach der "Bromance" von Booster Gold und Blue Beetle, die Rückkehr der peinlichsten Green Lantern aller Zeiten (G'nort), steinzeitlich sexistische Äußerungen oder Gangmitglieder mit gehobener Ausdrucksweise: Das Ganze ist ein einziger Spaß, der diesen Band in Sachen Unterhaltungswert ganz klar zu einem der besten der ganzen DC-Kollektion macht und – leider bekanntlich keine Selbstverständlichkeit – die tollen Originalcover des unvergleichlichen Kevin Maguire enthält. Bonus: Das Debüt von Fire (als Green Fury) in "DC Comics Presents" 46 aus dem Jahr 1982.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Eaglemoss





Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.eaglemoss.de/dc-sammlung.


 
Das gefällt mir! Weiter-tweeten
Uralte Mächte sorgen für seltsame Geschehnisse in einem Waisenhaus, von dem ein Ermittlerduo tunlichst ferngehalten werden soll.
Die Tage als unbeachteter Mörder mit sozialem Gewissen aus Eigennutz sind für Dylan nun vorbei.
Egal ob winterlicher Frost oder sommerliche Hitze: Ein Samurai muss stets auf alles gefasst sein.
Einer der dienstältesten Avengers ist stets nicht nur von seiner rätselhaften Vergangenheit, sondern auch der Frage nach seiner Menschlichkeit umgeben.
Welches Geheimnis verbirgt sich hinter einem uralten Familienritual? Gibt es eine Verbindung zum Verschwinden des Butlers der Familie Musgrave? Fragen, die Sherlock Holmes Interesse wecken. Die Ermittlungen beginnen!
Batman sieht sich mit einer Unzahl an außerirdischen Helden konfrontiert, die ebenso wie Superman die Menschheit nun als Feinde ansehen.
Rock Classics
Facebook Twitter Google+