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DC Comics Graphic Novel Collection 145

Ansichten und Fäuste prallen aufeinander, nachdem Black Adam zusammen mit abtrünnigen JSA-Mitgliedern sein Heimatland gewaltsam von einem Diktator befreit hat.

(C) Eaglemoss / DC Comics Graphic Novel Collection 145 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenKurz bevor die DC-Sammelreihe nach mehrmaliger Verlängerung mit der 150. Ausgabe endgültig abgeschlossen wird, gibt es nochmals eine Storyline aus dem von 1999-2006 veröffentlichten dritten "JSA"-Volume zu lesen. Nach den vier Auftaktnummern, die Eaglemoss in Band 89 abgedruckt hat, verabschiedete sich James Robinson und stellte seinem Co-Autor David S. Goyer den aufstrebenden Geoff Johns an die Seite, der als Resultat seines nun einsetzenden Erfolgslaufs in den kommenen Jahren zu einem der wesentlichen kreativen Lenker der Verlagsgeschicke avancieren sollte. 2004 fungierte der Jungstar längst als alleiniger Schreiber des Titels und setzte mit den Zeichnern Don Kramer und Rags Morales "Black Reign" um.


Ausgangspunkt des Crossovers, das sich Anfang 2004 durch "JSA" 56-58 und "Hawkman" 23-25 zog, war die Invasion von Kahndaq, einer der diversen fiktiven Nationen der DC-Erde. Dahinter steckte Captain Marvels alter Gegenspieler Black Adam, der sein Heimatland ausgerechnet im Vorbund mit Atom Smasher und anderen ehemaligen Mitgliedern der Justice Society of America angreift. Ihr Ziel, den dort herrschenden Despoten Asim Muhunnad mit Gewalt zu entmachten, ist schnell erreicht und das unterdrückte Volk an ihrer Seite, doch wurde dadurch auch internationales Recht gebrochen. Hawkman übernimmt daraufhin eigenmächtig die Kontrolle über die JSA und führt das Team in den Kampf gegen die frischgebackenen Helden von Kahndaq.


Eingerahmt von dynamischen Artworks thematisiert Johns in seinem Sechsteiler nicht nur den in der Serie von ihm stets behandelten Generationenkonflikt zwischen alten und jungen JSA-Mitgliedern, sondern bringt durch den Kontext der geografischen Positionierung von Black Adams Heimatland im Mittleren Osten knapp ein Jahr nach der Invasion des Irak durch die US-geführte "Koalition der Willigen" auch einen Schuss Realpolitik ein. Es wird keine Antwort in schulmeisterlicher Manier gegeben, ob das Talionsrecht über dem Völkerrecht stehen soll, sondern nur aufgezeigt, dass so oder so Unschuldige leiden. Eine tadellos erzählte Story, leider ohne den Abdruck der schönen Originalcovers, dafür aber mit "The Marvel Family" 1 vom Dezember 1945.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Eaglemoss





Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.eaglemoss.de/dc-sammlung.


 
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