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DC Comics Graphic Novel Collection 149

2005 tat sich Chuck Dixon und Scott Beatty für eine weitere "Year One"-Erzählung zusammen, die sich diesmal Nightwing widmete.

(C) Eaglemoss / DC Comics Graphic Novel Collection 149 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEin ehernes Gesetz unter Geschäftsleuten lautet: Läuft ein Konzept verkaufstechnisch gut, dann melke es nach Möglichkeit ordentlich. Das ist natürlich in der Welt der Superhelden nicht anders, und wenn daraus unterhaltsame Storys resultieren, lässt sich nur schwer etwas gegen diese Praxis einwenden. In diesem Sinne erhalten Chuck Dixon und Scott Beatty vor dem hohen Gericht der Comic-Geschichte einen glatten Freispruch, schließlich kam ihre 2001 veröffentlichte Miniserie "Robin: Year One" so gut bei den Fans an, dass 2003 mit "Batgirl: Year One" eine Fortsetzung folgte. Um das Triumvirat an Rückblenden in die Vergangenheit einzelner Mitglieder der über die Jahre bekanntlich ordentlich angewachsenen Bat Family zu vervollständigen, folgte 2005 – diesmal allerdings im Rahmen seiner Monatsserie – "Nightwing: Year One".


Kurz vor dem endgültig letzten Vorhang für seine DC-Sammelreihe hat Eaglemoss nach besagten Vorgängern in Band 22 und 33 nun auch noch Dick Graysons solistische Anfänge vorgelegt. Der Jungfernflug in seiner neuen Identität als Nightwing wird nötig, als er sich aufgrund seiner Verpflichtungen bei den Teen Titans mit Batman verkracht und dieser ihn aus der Bathöhle kickt. Er nutzt den Bruch, der sich aufgrund der angestauten Spannungen zwischen ihm und seinem Mentor im Grunde schon angekündigt hat, um mit Halys Zirkus an die Stätte seiner Kindheit und somit auch des tragischen Tods seiner Eltern zurückzukehren. In der Zwischenzeit hat der Dunkle Ritter in nahezu atemberaubendem Tempo bereits Jason Todd als neuen Robin rekrutiert, dessen Feuerprobe schließlich zur echten Gefahr ausartet.


Im Verbund mit Scott Beatty nutzt der legendäre Vielschreiber Chuck Dixon den anno 2005 im US-Original in "Nightwing" 101-106 erschienenen Sechsteiler nicht nur, um die bewährte Mischung aus schnörkellos voranschreitender Handlung und knarzigen Sprüchen zu bieten, sondern auch um den Generationswechsel an Helden darzustellen, der sich mit dem Weggang des besonnenen Dick Grayson (und dem bekanntlich wenig ruhmvoll abservierten Jason Todd) im Bat-Universum vollzog. Scott McDaniels flächiges, kantiges Artwork, das bekanntlich nicht nur Freunde unter der Leserschaft hat, passt sich der dynamischen Erzählweise sehr gut an. Als Extra gibt es alle Originalcovers und einen "Silver Age"-Klassiker mit Bruce Wayne jr. aus "Batman" 131 von 1960.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Eaglemoss





Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.eaglemoss.de/dc-sammlung.


 
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