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DC Comics Graphic Novel Collection 80

Die nunmehr global agierende Gerechtigkeitsliga sieht sich nicht nur mit neuen Gefahren, sondern auch dem Humor ihrer Mitglieder konfrontiert.

(C) Eaglemoss / DC Comics Graphic Novel Collection 80 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenNach Band 73 gibt es jetzt einen Nachschlag hinsichtlich der Inkarnation der Justice League aus den späten 1980er Jahren vom Autorenteam Keith Giffen und Jean Marc deMatteis. Aus den Entwicklungen der dort abgedruckten ersten sieben US-Ausgaben resultierte ein Upgrade für die frischgebackene Liga, die nun von den Vereinten Nationen sanktioniert war, was sich im auf "Justice League International" ergänzten Titel der Serie niederschlug. Das Team, das infolge eines Zugeständnisses an die Supermächte um Captain Atom aus den USA und einen Rocket Red aus der Sowjetunion erweitert worden ist, bezieht weltweit Quartier in eigenen Botschaften, wobei sich jenes in New York als ausgesprochene Bruchbude erweist.


Einbrechende Dächer oder demolierte Sicherheitsanlagen sind allerdings das geringste Problem, denn nach dem einigermaßen vollzogenen Einzug wird die Justice League nicht nur in den Kampf prominenter Ex-Mitglieder wie Superman gegen die mörderischen Manhunter verwickelt, sondern tappt auch beinahe in die Falle, gegen den New God Metron kämpfen zu müssen – gelegt wurde diese von jener Computerintelligenz, die unbemerkt von der JLI seit langem die Kontrolle über ihren einflussreichen Geldgeber Maxwell Lord übernommen und eigene Ansichten darüber hat, wie die Menschheit vor sich selbst gerettet werden kann.


Wer es verkraften kann, dass Guy Guardner in den hier abgedruckten, von Kevin Maguire wiederum ansehnlich illustrierten "Justice League International"-Ausgaben 8-12 dank angestoßener Birne nicht mehr rüpelhaft daherkommt und daher die bisherigen Konfrontationen vor allem mit Batman ausfallen, wird im Gegenzug mit einer wahrhaften Kanonade an Gags versorgt. Für die sind nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Booster Gold oder Blue Beetle verantwortlich, sondern quer durch die Bank (in variierender Intensität) eigentlich alle Charaktere, sogar der ansonsten sehr stoische Martian Manhunter – dessen Vorliebe für Oreo-Kekse übrigens hier ihren Ausgang nimmt.


Bei dem demonstrativ zur Schau gestellten Unernst werden die üblichen Gefahren auf der Erde und im Weltraum im Grunde zur Nebensache, die eben schnell mal miterzählt werden, wobei sogar angesichts des Todes noch Witze gerissen werden. Für DC-Historiker nicht uninteressant ist einerseits, dass die US-Nummern 9-10 von "Justice League International" Tie-ins zum verlagsweiten 1988er Crossover "Millennium" darstellen, und andererseits mit "Mister Miracle" 1 von 1971 der legendäre Jack Kirby ein weiteres Mal die Bonusstory bestreitet. Eine glatte Eins ins Sachen Lesevergnügen verhindern lediglich die wieder einmal häufigen Letteringprobleme, die man scheinbar immer noch nicht in den Griff gekommen hat.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Eaglemoss





Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.eaglemoss.de/dc-sammlung.


 
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