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Die Marvel-Superhelden-Sammlung 18

In zwei Stoyrs, die 35 Jahre voneinander trennen, muss sich Carol Danvers mit der Entstehung ihres mächtigen Alter egos auseinandersetzen.

(C) Hachette / Die Marvel-Superhelden-Sammlung 18 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer ewige Konkurrent DC hat es mit dem sensationellen Erfolg von "Wonder Woman" vorgemacht, im März 2019 werden wir in den Kinos sehen können, wie Marvel einen seiner MCU-Blockbuster mit einer weiblichen Titelfigur in Szene zu setzen gedenkt. Hachette ist dem Leinwanddebüt von Captain Marvel aber schon etwas voraus und lädt zum Auffüllen etwaiger Wissenslücken ein, was ihre Ursprungsgeschichte betrifft. Knapp ein Jahrzehnt nach ihrem Debüt an der Seite von Captain Marvel in "Marvel Super-Heroes" 13 (1968) ging Marvel das für die damalige Zeit außergewöhnliche Wagnis ein und startete mit "Ms. Marvel" ihre erste monatliche Soloserie, die sich immerhin 23 (plus zwei weitere, zunächst unveröffentlichte) Ausgaben hielt. Die ersten drei von ihnen, gestaltet von Gerry Conway, Chris Claremont und Zeichner John Buscema, finden sich im vorliegenden Band der "roten" Marvel-Sammelreihe wieder.


Darin dockt Carol Danvers sowohl mit ihrem neuen Job für das Frauenmagazin des Daily Bugle (und Gastauftritten von Mary Jane Watson sowie Peter Parker) als auch einer Auseinandersetzung mit Scorpion an den Netzschwinger-Kosmos an. Erst nach und nach wird ihr klar, was es mit den immer wiederkehrenden Migräneanfällen auf sich hat, die sie plagen: Carol Danvers und ihr superheldisches Alter ego wissen nämlich zunächst nichts voneinander, dass Ms. Marvels von der Explosion des sogenannten Psyche-Magnetron herrühren, muss sie erst noch erfahren. Auch wenn die letzte der drei Ausgaben mit einem klassischen Cliffhanger aufwartet, überzeugen eine resolute Protagonistin, die Chauvis wie J. Jonah Jameson verdientermaßen den Wind aus den Segeln nimmt, und die clevere Verknüpfung mit der Geschichte von Captain Marvel.


Das versuchte auch Kelly Sue DeConnick in den ebenfalls abgeduckten ersten sechs Heften der 2012 gestarteten Serie "Captain Marvel", deren Titel bereits verdeutlichte, dass Carol Danvers von nun an auch offiziell die Kree-Hosen anhatte. Leider glückt das durch eine eher konfuse Zeitreise zurück zum Zeitpunkt ihrer Schaffung, der ein Trip ins Jahr 1943 an die Seite tougher Soldatinnen vorausgeht, nur bedingt, wobei auch die unterschiedlichen Stile der beteiligten Zeichner die Konsistenz untergraben. Hier wird zwar viel Lesestoff für gewohnt kleinen Preis (plus wie üblich superbe Infoseiten) geboten, aber die Nase in puncto Unterhaltung hat klar das klassische Material von 1977 vorn, welches die für den Charakter wichtige Frauenpower-Komponente wesentlich gekonnter betont.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Hachette





Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.die-superhelden-sammlung.de.
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