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Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung 130

Jason Aaron und Esad Ribić ließen Thor mit einem Kampf gegen den schlimmsten Alptraum aller Götter in die "Marvel NOW!"-Ära starten.

(C) Hachette / Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung 130 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Bekanntgabe auf der San Diego Comic Con, dass der für 2021 geplante vierte Thor-Film des "MCU" auf seiner Storyline mit Jane Foster als weiblicher Donnergöttin basieren wird, war für Jason Aaron wohl der finale Ritterschlag, was seine nun schon über ein Jahrzehnt währende Arbeit im Zentrum der Marvel-Macht angeht. Einen großen Schritt dorthin tat er 2012, als ihm im Zuge des verlagsweiten Soft Reboots "Marvel NOW!" die Autorenschaft für "Thor: God of Thunder" anvertraut wurde. Die ersten fünf von insgesamt 25 Ausgaben, bevor dessen eingangs erwähnte frühere Geliebte im Rahmen einer wiederum neuen Serie zum Hammer ergriff, finden sich im vorliegenden Band der Marvel-Sammelreihe.


Darin treffen wir den Donnergott in drei verschiedenen Zeitebenen wieder: Anno 893 schart er seine getreuen Wikinger für glorreiche Schlachten und Raubzüge um sich, in der gewohnten Marvel-Jetztzeit verschlägt es ihn gar in eine Bibliothek und in der fernen Zukunft ist er der einzig Verbliebene in einem ansonsten leeren Asgard. Die Bedrohung bleibt jedoch stets die Gleiche, welche von einem Wesen namens Gorr ausgeht. Der selbsternannte Götterschlächter metztelt sich bereits seit Jahrtausenden durch jeden nur erdenklichen Pantheon, um alle Götter über seine scharfe Klinge springen zu lassen. Alleine Thor gelagt es einst ihm Paroli zu bieten, doch Versäumnisse der Vergangenheit erweisen sich nun als tödliche Gefahr in der Gegenwart für einen Donnergott, der vielleicht keine Zukunft mehr hat.


Wenn man es etwas überspitzt ausdrücken will, könnte jeder Atheist glatt versucht sein Jason Aaron die Füße zu küssen, denn Gorr ist im Grunde die zugespitzte Fassung der Vision einer im wahrsten Sinn des Wortes gottlosen Welt. Auf einer Metaebene betrachtet ließe sich über Thors Kampf gegen die Auslöschung seiner selbst und der mächtigen Kollegen natürlich trefflich diskutieren. Und auch schmunzeln, was der eine oder andere Seitenhieb trotz der dramatischen Prämisse beweist. Schade jedoch dass die Story mit diesem Band längst nicht abgeschlossen ist – sowohl hinsichtlich der Erklärung für Gorrs gnadenloses Wüten als auch Esad Ribićs Prachtbildern geradezu barocken Ausmaßes. Hier hilft für die Fortsetzung der mächtig kurzweiligen Geschehnisse nur der Griff zu den entsprechenden Bänden der damaligen Panini-Serie.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Hachette





Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.zeit-fuer-superhelden.de.


 
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