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Die Saga von Grimr

Eine junge Waise trotzt dem unwirtlichen Klima Islands, aber gegen Hass und Verblendung schützt nicht einmal das dickste Fell.

(C) avant-verlag / Die Saga von Grimr / Zum Vergrößern auf das Bild klickenNur wenig andere Wörter vermögen es, allein durch ihre Nennung einen geografischen und geschichtlichen Bezug hervorzurufen: Die Saga gehört dazu und lässt unsere Gedanken sofort in die kalten Gefilde Skandinaviens schweifen, zu den Erzählungen der altnordischen Literatur. Zu diesem bedeutenden Erbe der europäischen Geistesgeschichte gehören auch die Isländersagas, die zunächst mündlich überliefert und nach dem Stand der Forschung mehrheitlich zwischen 1150 und 1350 aufgeschrieben wurden. Dieser goldenen Ära der Sagas trauert auch Einnar, Sohn des Thorrir, viele Generationen später im Island des späten 18. Jahrhunderts hinterher.


Er würde sehr gerne in die großen Fußstapfen seiner Vorfahren treten und selbst eine Saga verfassen, doch ist das leichter gesagt als getan. Schließlich sind heroische Taten rar gesät in einem verarmten Land, das unter der dänischen Besatzung stöhnt und noch dazu beständig von Naturkatastrophen heimgesucht wird. Durch eine solche ist auch der junge Grimr zur Waise geworden, als ihn der schlitzohrige Vigmar unter seine Fittiche nimmt und ihm den Nachnamen Enginsson ("niemandes Sohn") verpasst. Der Junge wächst zu einem tüchtigen und bärenstarken Mann mit vielversprechender Zukunft heran, doch die Begegnung mit einem Abgesandten des Königs von Dänemark besiegelt sein tragisches Schicksal.


In Jérémie Moreaus Erzählung, die auf dem renommierten Festival von Angoulême den Preis als bester Comic einheimsen konnte, spielt die Natur eine tragende Rolle. Sowohl mit klirrender Kälte als auch tödlicher Hitze rächt sie sich an den Isländern, die ihr den Lebensraum abtrotzen und dafür den Preis zahlen. Doch ebenso brutal wie die Insel können auch ihre Bewohner sein, die einem Außenseiter mit Verachtung begegnen und Störungen der herrschenden Ordnung, sei sie auch noch so korrupt, nicht tolerieren. So ist Grimr Enginsson ein unvollendeter, tragischer Held und "Die Saga von Grimr" eine in jeder Hinsicht bombastische Geschichte, die ihre Leser in Abgründe vielfältiger Art schauen lässt.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: avant-verlag




 


 
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