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Diego

19.06.07, Schocken (Stuttgart)

Schnell wird die Setlist in eine etwas kürzere Hitlist umfunktioniert und schon kann`s losgehen.
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Es ist ein schwüler Frühsommerabend und die Band sitzt bei einem kühlen Blonden vor dem Club. Sofort kommt man ins Gespräch über die Geburt ihrer Debüt-EP und die ausbleibenden Stuttgarter Gäste, die den Abend wohl lieber mit Grillen und bei Konservenmusik verbringen.
Sie wissen nicht, was ihnen entgehen wird, denn in einer demokratischen Abstimmung beschließen DIEGO trotz der wenigen Gäste zu spielen, was mich natürlich sehr freut und ich dem Karlsruher Quintett hoch anrechne - wäre doch so manche Band unverrichteter Dinge wieder nach Hause gefahren.
Schnell wird die Setlist in eine etwas kürzere Hitlist umfunktioniert und schon kann`s losgehen.
„Ignorance Won`t Bring Us Any Further, And I Can Not Pretend“, stimmt Sänger Andreas den Opener „Ignorance“ an und schon entfacht die Band ein schönes Indie-Feuerwerk und baut sofort eine starke Spannung auf. Christians treibender Schlagzeugbeat, peitscht die Band immer wieder nach vorne, Ralf und Uwe klingeln in den höchsten Tönen Melodien mit ihren Gitarren und erzeugen eine hypnotische Atmosphäre.
Düster und ergreifend geht es mit „Probability“ weiter: „Only Love Can Bring Me Down“ singt Andreas mit geschlossenen Augen. Bemerkenswert ist, wie gut die fünf Musiker miteinander harmonieren und eingespielt sind, da DIEGO ja erst seit eineinhalb Jahren zusammen spielen. Ein fulminantes „Red Light“ vom Debüt lädt zum Tanzen ein und Andreas gibt sich mechanischen Bewegungen hin, während die Band von jedem Akkord durchzuckt wird. „If You Want To“ wird das letzte Lied bei der Stuttgarter Stippvisite sein und macht Lust auf ganz viel mehr, denn denen die da waren hat es gefallen und im Gespräch mit Christian und Bassist Drazan wird klar: Nett sind sie, sympathisch sind sie, gut sind sie und wiederkommen müssen sie!

Text und Fotos: Fabian Toenges

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