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Dorian Hunter – Dämonen-Killer 31

Graf Behemoth ist schwer verletzt die Flucht gelungen. Seine Spur führt ins sonnige Nizza. Während auf den Straßen gefeiert wird, leckt der Dämon im Verborgenen seine Wunden.

(C) Zaubermond / Dorian Hunter - Dämonen-Killer 31 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenIn letzter Sekunde ist es Dorian Hunter gelungen, die Heirat zwischen dem Grafen Behemoth und Coco zu verhindern. Doch der Sieg hat einen schalen Beigeschmack, Coco kann sich nicht an ihre Beziehung zu Dorian erinnern. Außerdem ist es Hunters größten Widersachern gelungen zu fliehen. Der undurchsichtige Olivaro hat sich an einen unbekannten Ort zurückgezogen, während die Spur des schwer angeschlagenen Cyrano von Behemoth nach Nizza führt. Doch der größte Anlass zur Beunruhigung ist der anhaltende Zustand von Coco, jegliche Erinnerungen an ihr früheres Leben sind verloren, der Kristall, in dem ihre menschliche Hälfte gefangen gehalten wurde, ist vernichtet worden.


Der einzige Weg, wieder ihr altes Leben führen zu können, ist der Tod des Grafen Behemoth. Als Dorian Hunter und sein kleines Team von Unterstützern in Nizza eintreffen, ist dort der Karneval in vollem Gange, die perfekte Kulisse für den Dämon, um sich neue Opfer zu suchen und zu alter Stärke zurückzukehren. Behemoth zu finden wird zur Suche nach der Nadel im Heuhaufen, dazu kommt die nicht unerhebliche Veränderung von Coco. Aus der einfühlsamen Hexe ist eine eiskalte Killerin geworden, die nur einen Gedanken kennt: Rache!


"Capricorn" ist der endgültige Abschluss des Mehrteilers, in dessen Mittelpunkt die Vergangenheit Cocos und die Familie Zamis steht. Die Zeit der Zurückhaltung ist vorbei und von Anfang an legt man in dieser Folge ein gehöriges Tempo an den Tag. Die Suche nach Behemoth in der lebendigen und quirligen Stadt Nizza ist sehr schnell geschnitten, die Handlung wird gleich an mehreren Orten vorangetrieben. Insbesondere die Durchkämmung des Umzugs, der aus verschiedenen Perspektiven beschrieben wird, erinnert mehr als nur einmal an Szenen aus einem Hollywood-Thriller.


Auch jene Passagen, die im Umfeld der Rennbahn angesiedelt sind, zeichnen sich durch eine hohe Dynamik und Schnelligkeit der Ereignisse aus. Der Wettlauf gegen die Zeit, die verrinnenden Minuten, die verbleiben, um den Grafen das Handwerk zu legen, sind gut eingefangen worden und bestechen durch eine ganz eigene Atmosphäre. Der typische Humor der Serie blitzt auch gelegentlich auf, wenn auch weniger prägnant als in einigen früheren Fällen.


Der Plot kann erneut überzeugen und punktet mit originellen Ideen, wie die Angehörigen der schwarzen Familie an ihre Opfer kommen. Schon immer unterschied sich diese Serie gerade bei der Figurenzeichnung von anderen Reihen, in denen ebenfalls ein Kämpfer für das Gute im Fokus steht. Gerade im Fall von "Capricorn" wird gezeigt, dass das Team nicht ohne mit der Wimper zu zucken wieder zur Tagesordnung übergeht. Es zeigen sich erste Risse im Verhältnis zwischen Coco und den anderen Teammitgliedern. Ihr Verhalten wird infrage gestellt und mehr als nur einmal gibt es Misstrauen, wem ihre Loyalität gehört. Eine realistische Darstellung, die die Figuren glaubhafter macht und wieder einmal neue Facetten der Rollen zeigt.


Anstatt sich bei einem Ambiente, wie dem sonnendurchfluteten Nizza für einen Soundtrack zu entscheiden, der das Lebensgefühl der Stadt einfängt, bleibt man dem bisherigen Vorgehen treu und verwendet auch hier eher düstere Elektroklänge, die immer wieder mit verstörenden Geräuschen verbunden werden. Nur an wenigen Stellen blitzen Melodien auf, die an ein eher mediterranes Umfeld erinnern. Die Gestaltung der Soundkulisse dürfte in diesem Fall sicherlich eine umfangreichere Aufgabe gewesen sein, schließlich mussten gleich mehrere, sehr verschiedene Orte akustisch aufbereitet werden.


Man darf Alexander Rieß jedoch ohne Einschränkungen bescheinigen, dass ihm dies rundum gelungen ist. Egal ob der Straßenkarneval mit Heerscharen von Menschen oder eine Rennbahn, auf der Tausende mitfiebern, wie das Rennen entschieden wird, es gelingt immer, die einem solchen Ort innewohnende Atmosphäre einzufangen und passend darzustellen. Aber auch wenn es an die übersinnlichen Momente geht, etwa dann, wenn Coco die Geister der Verstorbenen beschwört, klingt dies bedrohlich und furchteinflößend.


Wenn man sich den Sprechern zuwendet, sind es dieses Mal eindeutig die Frauen, die mit besonderen Leistungen aus dem Gros des Ensembles hervorstechen. Claudia Urbschat-Mingues wartet mit einer zwingenden Interpretation ihrer Rolle als Coco Zamis auf. Es ist beeindruckend, wie es hier gelingt, die charakterliche Veränderung ihrer Figur hervorzuarbeiten. Ihre Worte und Sätze sind manchmal derartig kalt und voller Stahl, dass sich einem unbewusst die Nackenhaare aufstellen und man dieser Frau nur ungern begegnen will, egal ob sie gerade gute oder schlechte Laune hat. Ein Umstand, den auch Dorian Hunter in dieser Episode zu spüren bekommt (exemplarisch sei hier die Szene in der Flugzeugtoilette genannt).


Wie mag ein rachesüchtiger Geist klingen, wird sich der eine oder andere fragen. Wer eine Antwort darauf erhalten möchte, brauch sich nur Sandra Schwittau als Sandra anhören, danach dürften alle Unklarheiten beseitigt sein. So muss Bösartigkeit klingen. Thomas Schmuckert zeigt uns in "Capricorn" einen Dorian Hunter, der Schwierigkeiten damit hat, mit seinem Verhältnis zu Coco umzugehen. Diese Verzweiflung und Hilflosigkeit wird von ihm in seinen Dialogen recht gut eingefangen.


Dazu kommen wieder viele weitere glänzend aufgelegte Sprecher wie Frank Gustavus, Walter Gondermann, Michael Rospatt, Stefan Krause und Andreas Schmidt. Ein würdiger Abschluss des aktuellen Mehrteilers um die Hexe Zamis. Während die vordergründigen Handlungsstränge zu einem Ende geführt werden, entwickeln sich im Hintergrund bereits neue, die auf zukünftige Ereignisse hindeuten. Ich bleibe dabei, im Moment ist "Dorian Hunter – Dämonen-Killer" die unangefochtene Nummer eins der Horror-Hörspiele.


 
# # # Justus Baier # # #



Publisher: Zaubermond/Indigo




 


 
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