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Dragonbound 12

In letzter Sekunde gelingt es Lea und ihren Begleitern, den Klauen des Drachen zu entkommen. Doch sie sind nicht bereit, Land und Menschen dem geschuppten Ungeheuer zu überlassen, und stürzen sich erneut in eine Schlacht mit nur geringen Überlebensaussichten.

(C) Gigaphon Entertainment/Delta Music / Dragonbound 12 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenSchon von Beginn an war allen klar, es würde keine leichte Aufgabe werden, den unbekannten Drachen, der Leid und Tod über die Menschen bringt, zur Strecke zu bringen. Doch schon beim ersten Aufeinandertreffen mit dem Feuer speienden Monster wird der kleinen Schar mutiger Kämpfer klar, dass sie ihren Gegner unterschätzt haben. Das alte Schloss, das der Drache als Unterschlupf gewählt hat, entpuppt sich als Todesfalle. Wie durch ein Wunder gelingt es allen, der scheinbar ausweglosen Lage unbeschadet zu entkommen und dem Tod von der Schippe zu springen.


Was keiner der Getreuen ahnt ist, dass ein Unbekannter im Hintergrund die Fäden zieht und scheinbar ein großes Interesse daran hat, Lea und ihre Freunde im Spiel zuhalten. Schnell ist man sich einig, dem Drachen das Terrain nicht kampflos zu überlassen und ein adäquates Mittel zu finden, um ihn zur Strecke zu bringen. Die Zeit drängt, denn der Drache setzt alles daran, eine ganze Region zu Asche zu verbrennen. Nur die Waffen der alten Drachentöter versprechen Hoffnung, den geflügelten Schrecken zur Strecke zu bringen.


Bevor man sich an die Auflösung des fiesen Cliffhangers der vorherigen Folge begibt, werden die zurückliegenden Ereignisse in einer kurzen Zusammenfassung geschildert, womit auch Hörern, die den Auftakt der zweiten Staffel nicht kennen, die Möglichkeit geboten wird, ins Geschehen zu finden. Eine vorbildliche Herangehensweise, die hoffentlich auch bei anderen Labels endlich Schule machen wird, wenn Geschichten über mehrere Folgen hinweg erzählt werden.


Erneut präsentiert sich "Dragonbound" als äußerst kurzweilige Fantasy-Saga, die insbesondere in Sachen Action und Dramatik im Gegensatz zum Vorgänger noch einmal deutlich an Fahrt aufnimmt. Immer wieder zeigen sich die Helden erfinderisch, um dem Tod zu entgehen und im Kampf mit einem übermächtigen Gegner zu bestehen. Gerade dieses Ungleichgewicht der Kräfte sorgt für einige spannende Momente, in denen einem nichts anders übrig bleibt als mitzufiebern, ob es den Freunden gelingt, dem Drachen die Stirn zu bieten.


Damit die Handlung nicht zu düster gerät, gibt es immer wieder auch komische Momente, die an passenden Stellen in die Handlung eingestreut wurden. Anlass zum Grinsen wird auch immer dann geboten, wenn Lea sich des Vokabulars eines Menschen unserer Gegenwart bedient. Im Kontrast zu einer mittelalterlich geprägten Fantasy-Welt bietet dies mehr als nur einmal Gelegenheit zum Schmunzeln. Neben den inhaltlichen Schwerpunkt, der eindeutig auf der Bekämpfung des Drachen liegt, wird auch ein weitaus kleinerer Handlungsstrang vorangetrieben, allerdings bleiben Ziele und Motive des Unbekannten noch überwiegend im Dunkeln.

 
Die Geräuschkulisse ist gut und passend gewählt und kann insbesondere in jenen Momenten punkten, wenn Lea und ihre Freunde dem Drachen gegenübertreten und versuchen, ihr Leben so teuer wie möglich zu verkaufen. Aber auch in den ruhigeren Passagen sind die eingesetzten Soundeffekte passend und versprühen ein realistisches Flair. Unterlegt wird "Drachentöter", wie es sich für ein anständiges Fantasy-Hörspiel gehört, mit einem Soundtrack, der von epischen und dramatischen Klängen bestimmt wird und sich hervorragend in das ansprechende Gesamtbild einfügt. Dazu kommt das in zweifacher Version vorgetragene "Das Lied der Meerjungfrau", das zumindest in der mit weiblichen Vocals performten Version zu gefallen weiß.


Auch "Drachentöter" kommt mit einer überschaubaren Anzahl von Sprechern aus, was der Qualität des Hörspiels jedoch in keinster Weise schadet. Erneut greift Jürgen Kluckert gelegentlich ins Geschehen ein, um die zu hörenden Ereignisse zu erläutern, und macht dabei eine gute Figur. Bettina Zech übernimmt einmal mehr die Rolle der Lea und sorgt dafür, dass sie auf eine sympathisch-natürliche Art beim Hörer ankommt. Hier hat Gigaphon bei der Besetzung der Hauptrolle eine mehr als gute Wahl getroffen.


Unterstützt wird sie auch im Fall von "Drachentöter" von den bereits aus den vorherigen Folgen bekannten Stimmen von Martin Sabel, Jann Oltmanns und Christian Senger, die ebenfalls mit großem Eifer bei der Sache sind. Mit der zweiten Folge der neuen Staffel legt "Dragonbound" in den Bereichen Spannung und Action noch einmal ordentlich zu. Die Spielzeit vergeht wie im Flug und weist keinerlei Längen auf. Erneut entlässt man den Hörer mit einem amtlichen Cliffhanger, sodass man gar nicht anders kann als der nächsten Folge entgegenzufiebern.


 
# # # Justus Baier # # #



Publisher: Gigaphon Entertainment/Delta Music




 


 
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