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EPHEN RIAN


„Musik ist längst ein Alltagsgegenstand geworden, der uns permanent begleitet und ständig in unseren Köpfen herumspukt“

ephen_rian / Zum Vergrößern auf das Bild klicken11 Freunde müsst ihr sein – Eine Ode an den Mannschaftssport… 5 Freunde müsst ihr im Falle von EPHEN RIAN sein, um das eigene musikalische Gesamtkunstwerk zu einem Weltmeister werden zu lassen.

EPHEN RIAN stammen aus der Provinz, genauer gesagt aus Großraming im etwas verschlafenen aber durchwegs sehenswerten Ennstal. Doch so abgeschlagen die Region auch klingen mag, die Musik ist es nicht. Im Stile von Szenegrößen wie THRICE, THURSDAY oder FINCH zieht man sein eigenes Ding durch und geht unbeirrt seinen Weg. Hörbar auf der neuen Ep „Heroes Don`t Ask Why“

Es liegt auf der Hand, Bands die noch nicht so lange im Business sind nach ihren musikalischen Vorlieben und Einflüssen zu fragen. Im Falle von EPHEN RIAN sind das wie bereits erwähnt THRICE und zahlreiche andere Bands aus der momentan nicht zu enden wollenden Emoschwemme.

„Aber trotz all den modernen Bands, höre ich noch genauso gerne IRON MAIDEN und METALLICA. Das sind echt tolle Bands, deren Pionierleistung nicht von der Hand zu weisen ist. Wenn die so manchen Song ein wenig schneller angehen würde und sich der Sänger nicht selber die Eier kneifen würde, wäre das auch noch heute halbwegs brauchbar“ meint Peter.

„Wir wurden nicht umsonst bereits als die IRON MAIDEN Punks bezeichnet…“ fügt er verschmitzt hinzu.

Wie viel Idealismus braucht es, um in einer Szene zu fungieren, die in Österreich mager ist und nur sehr, sehr langsam wächst?

„Wir haben es aufgrund unserer Region ohnehin bereits schwerer eine Fangemeinde aufzubauen. Ich glaub da müsste zuerst ein lokaler Status erspielt werden und dann könnte es schnell gehen.“ fügt Drummer Manuel ins Gespräch ein. 

„Wir kümmern uns darum mit anderen Bands Kontakte zu knüpfen. So wie ESTATE und LAW FOUND GUILT im Linzer Raum und mit diesen Combos einige Gigs auf die Beine zu stellen. Was auch förderlich, ist ein wenig außerhalb der Region live präsent sein zu können“, so Gitarrist Stefan.

„Ich finde es gut, dass es solche Aktionen wie den Shelter Airport gibt, wo NACA 7 kleineren Bands die Chance geben vor einem größeren Publikum aufzutreten. NACA 7 bürgt mit dem eigenen Namen für die Qualität der Veranstaltung“ - Peter.

Die Band weist auch daraufhin, dass es genug Bands in heimischen Gefilden gibt, die sich einfach unter ihrem Wert verkaufen würden.

Manuel: „Wenn ich an Bands wie ESTATE oder RENTOKILL denke und warum diese noch nicht weiter sind, die hätten enormes Potential…Was ist da bloß los?“

Die Inkompetenz der Musikhörer stößt den Jungs von EPHEN RIAN ebenfalls sauer auf. Irgendwer solle endlich den Mut haben und ihnen eine konstruktive Kritik, egal ob positiv oder negativ, mitteilen. Auf das angeheitert und biergeschwängerte „Warts eh super“ scheißen sie mittlerweile. Von dem hat ein bemühter Musiker herzlich wenig und kann damit beim besten Willen nichts anfangen.

„Würde ich endlich mal eine negative Kritik hören, würde ich diese sicher ernster nehmen. Wer will es sich schon ohne Grund mit jemandem verscherzen“ so Stefan.

Textlich ist es bei uns noch eine Entwicklung. Ich hör eher auf die Melodie, die mir vorgegeben wird und spreche jetzt nicht bewusst irgendein Thema an“ fügt Sänger Klaus hinzu.

„Es ist generell ein Problem der Punk und Hardcore Bewegung, dass zahlreiche Bands sich in den Texten immer und immer wieder kopieren Das „Fuck Bush“ Thema kann ich beim besten Willen nicht mehr hören und sollte endlich auf eine neue Ebene gehoben werden."

Die Kunst ist frei und lässt Raum für Selbstentfaltung.

„Musik ist auf alle Fälle Kunst. Wir lassen zwar den Alltag mit einfließen aber im Großen und Ganzen soll keine Routine im Songwriting Prozess entstehen“ so Drummer Manuel auf die Frage, als was er den Musik ansehe – Ästhetische Kunst oder Alltagsverarbeitung?

„Musik ist längst ein Alltagsgegenstand geworden, der uns permanent begleitet und ständig in unseren Köpfen herumspukt“ bringt sich Gitarrist Stefan ein.

Gibt es den „freien und wilden“ Rocker noch?

„Die Medien tragen ihres dazu bei, dass wir unsere Vorstellung vom Rockerdasein längst überdacht haben. Die Generation vor uns hatte das Bild des langhaarigen Harley Davidson Fahrers im Kopfe, wenn die Rede von einem Rocker war. Dieses Bild hat sich längst verändert, Rocker ist meiner Meinung nach eine Einstellung, die rein äußerlich nicht mehr so vorhanden ist oder vom Aussterben bedroht ist. Demnach existiert der „freie Rocker“ sicher noch in unseren Gedanken“ so Stefan.

Belassen wir es erstmal bei diesen Eindrücken, die EPHEN RIAN erzeugen und warten wir auf zukünftige Taten. Die Einstellung und der Weg scheinen richtig zu sein. Doch das Rad der Zeit dreht sich und dreht sich.

Mathias Mayer

Line Up: Manuel Penaloza (drums), Stefan Salcher (guitar), Max Garstenauer (guitar), Peter Mayer (bass), Klaus Schraml (vocals)

www.ephenrian.com
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