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Europe


30.01.07, Arena (Wien)

europe_the_band_2006 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie wohl sympathischste Liveband aller Zeiten luden zu einer Zeitreise in die wunderbare Welt des 80er Jahre Hair-Metal. Die Gastgeber waren niemand geringere als die ehemaligen Könige der auftoupierten Dauerwellenmatten EUROPE in alter Besetzung mit Ian Haugland an den Drums, John Leven am Bass, Gitarrist John Norum, Keyboardlegende Mic Michaeli und natürlich Frontmann Joey Tempest. Als Zeitmaschine fungierte die große Halle der Wiener Arena in Erdberg, im dritten Wiener Gemeindebezirk. Pünktlich zum Beginn des Fernsehhauptabendprogramms betraten die fünf, nur laut Geburtsurkunde in die Jahre gekommenen Schweden die Bühne und eröffneten mit einem meiner Meinung nach recht zweifelhaften Opener, nämlich „Love Is Not The Enemy“ von ihrem brandaktuellen Album „Secret Society“. Bemerkenswert war, und das muss gleich an dieser Stelle lobend erwähnt werden, der Sound in der großen Arena Halle und die wirklich noch verdammt gute Stimme von Sänger Joey. Diese Kombination war so gut, das ich Anfangs sogar am Zweifeln war, ob das jetzt wirklich, wie es in Rudi Carrells legendärer Fernsehshow „Lass dich überraschen“ immer hervorgehoben wurde, auch live gesungen war. Aber EUROPE haben es einfach nicht notwendig zu solch billigen Hilfsmittel zu greifen, um ihr können zu beweisen. Es dauerte dann zwei bis drei Lieder lang bis endlich für meinen Geschmack der erste Gassenhauer aus dem Ärmel geschüttelt wurde. Die Rede ist von „Seven Doors Hotel“ dem dritten Lied auf ihrem selbst betitelten Debütalbum mit der wunderschön anzusehenden Karlskirche von Josef Emanuel Fischer von Erlach am Wiener Karlsplatz auf dem Cover. Da kam so richtig Stimmung auf, wie es sich für ein 80er Hair-Metal Konzert gehört. Der Refrain wurde von fast allen bis in die letzte Reihe aus voller Kehle ohne Rücksicht darauf auch nur einen einzigen Ton dabei richtig zu treffen mitgesungen und gegrölt. Danach wurden wieder ein paar härtere Geschütze vom neuen Album aufgefahren, darunter auch der Titeltrack „Secret Society“. Aber was wäre ein EUROPE Konzert wenn nicht auch die wunderbare Ballade „Carrie“ zum Besten gegeben wird. Das einzige Lied im dem Set, bei dem Wirbelwind Joey Tempest Zeit fand nicht seinen Carbon-Mikrofonständer durch die Luft zu schleudern und mal an Ort und Stelle stehen konnte. Weitere Highlights waren dann nach „Rock The Night“ und „Cherokee“ welches als erstes Lied der Zugabe gespielt wurde. Unnötig zu sagen, dass im Anschluss daran die Lichter im Saal ausgingen und man Donnergrollen vom Band vernehmen konnte, begleitet von der der wohl gleich neben „Jump“ von Van Halen bekanntesten Keyboard-Melodie aller Zeiten. Damit war klar, dass man nach fast zwei Stunden, die einem bei Gott wesentlich kürzer vorkamen, am Ende des Sets angelangt war. Eine  Welle der Begeisterung machte sich breit, und als dann die Gitarre zu „The Final Countdown“ einsetzte gab es kein halten mehr bis in die hintersten Ränge. Ein wirklich grandioser Abschluss eines wirklich sehr gelungenen Konzertabends. Solange uns die fünf Schweden mit einem weiteren neuen Album verschonen freue ich mich schon auf nächste Mal, wenn die Devise Lautet: „Rock now, rock the night, til early in the morning light.Rock now, rock the night; You`d better believe its right“

Fredi Nikl
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Rock Classics
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