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Feed

"Wir haben den Krebs besiegt und den Schnupfen ausgerottet. Aber dabei haben wir etwas Grauenhaftes erschaffen, das nicht aufzuhalten ist."

(C) Egmont LYX / Feed / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDas Jahr 2039: Ein Großteil der Menschheit wurde von "Kellis Amberlee" dahingerafft, einem überaus aggressiven und höchst ansteckenden Virus, nur um gleich wieder aufzuerstehen und als hirnlose Zombies Jagd auf den gesunden Rest zu machen. 26 Jahre glaubten zwei Forscherteams den ganz großen Durchbruch gemacht zu haben, indem sie ein Heilmittel gegen den gemeinen Schnupfen und Krebs entwickelt hatten. Die zwei Wirkstoffe jedoch harmonierten nicht miteinander und der (un)todbringende Virus ward geboren. Georgia und Shaun Mason kennen die Zeit "vor dem Erwachen" nur aus Erzählungen ihrer Adoptiveltern oder Berichten in den Medien, weshalb sie an die ständigen Bluttests und Ausgangssperren gewohnt sind. Für sie ist es auch normal, dass sich das Leben der Menschen nahezu vollkommen in den eigenen vier Wänden abspielt.


Keiner geht gerne raus, und falls doch, nur unter größter Anspannung und Unsicherheit. Das Internet ist für viele die einzige Möglichkeit, an Informationen über die Welt draußen zu gelangen, und vor allem Blogs erfreuen sich großer Aufmerksamkeit. Georgia und Shaun betreiben einen ebensolchen und berichten mitunter an vorderster Front vom Kampf gegen die blutrünstigen Zombies. Als die zwei vom Präsidentschaftskandidaten Senator Peter Ryman eingeladen werden, ihn auf seiner Reise durch das Land zu begleiten und darüber zu berichten, können sie ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald nimmt die Reise einen unschönen Verlauf…


Mira Grant hat mit "Feed", dem ersten Band der "Viruszone"-Trilogie, einen unerwarteten Überraschungshit gelandet, an dem sich die Geister vehement scheiden. Passionierte Zombiefans stoßen sich an der frappanten Blutarmut und der schockierenden Actionfreiheit. Dem muss man nicht zustimmen, obwohl es tatsächlich so ist, dass die Untoten in der Geschichte keine allzu große Rolle spielen. Vielmehr geht die Autorin darauf ein, wie sich die Menschheit an ihre missliche Lage angepasst und das Beste daraus gemacht hat. Mit viel Mühe und Liebe zum Detail erschafft sie ihre ganz eigene Zukunft, die an manchen Stellen sogar an den "Zurück in die Zukunft II" erinnert – fehlt nur noch das Hoverboard!


Die Charaktere sind durchdacht und detailliert gezeichnet, darüber hinaus kommt die Story ganz ohne Liebespaar aus, was heutzutage nur wenige Autoren schaffen. Mira Grant legt außerdem viel Wert auf die Dialoge, die oft von ironischem Witz gekennzeichnet sind. Übersetzer Jakob Schmidt hat hier, abgesehen von ein paar wenigen betont jugendlichen Termini, ebenfalls gute Arbeit geleistet. Alles in allem macht die Geschichte Spaß und bringt mal wieder frischen Wind ins müde Zombiegenre. Fans von Nerven und Gedärme zerfetzender Untoten-Action sollten aber besser die Finger davon lassen.



# # # Maria Capek # # #



Publisher: Egmont LYX





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