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Foster 5

Die Dämonen sind unter uns! Sie arbeiten an neuen Plänen, die Herrschaft über die Menschheit an sich zu reißen. Doch es regt sich Widerstand.

(C) Imaga / Foster 5 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEs wird immer deutlicher, der Kampf gegen die Finsternis ist hart. Jeder kleine Sieg wird mit Verlusten erkauft. Um das Leben einer jungen Frau zu retten, opferte Fosters Vorgesetzter und Freund Nolan sein Leben. Um in Zukunft besser auf die neue Bedrohung reagieren zu können, hat man sich dazu entschlossen, eine neue, geheime Regierungsbehörde zu gründen. Doch der Arbeitsauftakt gestaltet sich zäher als vermutet. Zwischen den Teammitgliedern gibt es anfänglich Meinungsverschiedenheiten über die zukünftige Ausrichtung der neuen Einheit, außerdem ist man unschlüssig wie man auf ungewöhnliche Phänomene aufmerksam werden soll. Schnell wird klar, dass ein großer Teil der neuen Aufgaben die Auswertung einer wahren Datenflut sein wird.


Tatsächlich findet sich auf diese Weise der erste Hinweis auf neue Aktivitäten des Feinds. Foster und seine Kollegen stoßen auf einen verstörenden Mitschnitt eines Telefongesprächs. Eine junge Frau berichtet gegenüber der Polizei von dem äußerst bizarr anmutenden Angriff einer alten Frau vor ihrer Wohnungstür. Doch es lassen sich keinerlei Anzeichen dafür entdecken, dass diese tatsächlich existiert. Man ist sich einig, der Angelegenheit auf den Grund zu gehen. Ehe man sich versieht, steht das noch junge Team seiner ersten Bewährungsprobe gegenüber. Und diese hat es in sich. Die neue Gegnerin lässt die Grenzen zwischen Realität und Albtraum verschwimmen und führt Foster an die Grenze des Wahnsinns.


Oliver Döring darf man mittlerweile zu den Altmeistern des Horrorhörspiels zählen. Einige seiner Produktionen sind unbestritten moderne Klassiker, die dem Hörer auch nach Jahren immer noch eine amtliche Gänsehaut auf den Körper zaubern. "Die Hexe" dürfte nicht allzu lange brauchen, um in diesen erlauchten Kreis aufgenommen zu werden. Wir reden hier allerdings von keinem sanften Grusel, sondern von beinhartem Horror. Einige der Szenen fallen recht drastisch aus und sind aufgrund ihrer Plastizität sicherlich nichts für zarte Gemüter. Gerade die unheimlichen Momente sind atmosphärisch sehr dicht geraten, alltägliche Situationen verwandeln sich plötzlich in eine tödliche Bedrohung für das eigene Leben.


Wie bereits in den vorherigen Folgen gibt es auch hier erneut eine ausgewogene Mischung aus ruhigeren, aber nicht weniger beunruhigenden und actionlastigeren Szenen, die dem Hörer einiges abverlangen. Da "Die Hexe" den Beginn des zweiten Zyklus darstellt, ist es auch für Neueinsteiger problemlos möglich dem Geschehen zu folgen, während den Hörern der ersten Stunde einige weitere Puzzleteile des großen Ganzen präsentiert werden. Erfreulich ist auch, dass man sich nicht allein auf Foster und seine Geschichte konzentriert, sondern auch den anderen Figuren Raum zur Entwicklung bietet. Im vorliegenden Fall erfahren wir mehr über das Leben von Kyle Jones und seine Beweggründe, sich mit dem Paranormalen zu beschäftigen, dabei werden auch Verbindungen zu den Ereignissen der ersten Folge gezogen und im Rückblick um einiges verständlicher.


Auf einen strahlenden Helden wird auch bei "Die Hexe" verzichtet. Foster gelingt es nur unter größten Anstrengungen und einer gehörigen Portion Glück, seinen Gegnern die Stirn zu bieten. "Das Böse" ist hier tatsächlich böse und mächtig. Nicht selten schwingt eine Note von Melancholie und Verzweiflung mit, wenn die kleine Sondereinheit versucht, gegen die Dämonen anzugehen. Auf Musik wird auch hier in weiten Teilen verzichtet, lediglich am Ende kommt man in den Genuss der Titelmelodie. Bei den Soundeffekten wird allerdings einmal mehr das große Besteck ausgepackt. Um dem Horror der Hexe bestmöglich einzufangen, wird mit Verfremdungen gearbeitet, die einem eine gehörige Portion Angst einflößen. Andere Geräusche sind hingegen äußerst realistisch geraten und man braucht nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, wie drastisch das Gerade gehörte eigentlich ist.


Thomas Nero Wolff wächst immer mehr in die Rolle des Foster hinein und kann auch im fünften Durchgang sein Publikum auf ganzer Linie beeindrucken! Gerrit Schmidt-Foß zeigt im vorliegenden Fall die unterschiedlichsten emotionalen Facetten seiner Figur und schafft es sie alle glaubhaft und überzeugend zu transportieren. Großartig ist auch der Auftritt von Kaya Maria Möller, ihre Rolle verlangt nach einer breiten Palette unterschiedlichster Stimmungen und Färbungen der Stimme, die sie alle scheinbar problemlos beherrscht. Dazu kommen viele weitere bekannte Sprecher, selbst die Kleinstrollen sind mit renommierten Synchronstimmen besetzt und machen auch die neueste Episode zu einem Fest. Wer wirklich auf der Suche nach einer Mystery-Serie ist, die einen nicht mehr loslässt, der sollte sich schnell alle fünf bisher erschienen Folgen zulegen. Im Moment eine der besten Serien, die der Markt zu bieten hat.


 
# # # Justus Baier # # #



Publisher: Imaga




 


 
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