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Foster 6

Besteht doch noch Hoffnung für die Menschheit im Kampf gegen die dunklen Mächte? Die Quelle des Wissens könnte Foster und seinen Mitstreitern den bitter nötigen Vorteil verschaffen.

(C) Imaga / Foster 6 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenIn letzter Sekunde gelingt es Foster und einem kleinen Team, die Hexe daran zu hindern, in einem Wirtskörper Fuß zu fassen. Der Kampf konnte jedoch nur gewonnen werden, weil man Unterstützung von unerwarteter Seite erhält. Kyle Jones' verstorbene Frau eilt zur Hilfe und gibt gleichzeitig einen Hinweis darauf, wie man im Kampf gegen das Böse bestehen kann. Die Quelle des Wissens muss gefunden werden, um zu erfahren, wie man die Dämonen bekämpfen kann. Der Ort, an dem diese Informationen zu finden sind, ist jedoch ein gut gehütetes Geheimnis.


Der letzte Nachfahre eines jener Mönche, die während des Zweiten Weltkrieges dabei waren, wie die Höllenpforte geöffnet wurde, könnte die Lage der Quelle kennen. Jener Nachkomme lebt in heute in Belgien. Man beschließt, den Mann aufzusuchen und zur Mitarbeit zu überreden. Noch hat die kleine Gruppe keine Ahnung, dass sich die Ereignisse weiter zuspitzen. Während Foster in Belgien erneut auf die menschlichen Anhänger der Dämonen stößt und sich erbitterte Kämpfe mit ihnen liefert, erwacht in London erneut das Böse und eine bizarre Mordserie erschüttert die Stadt. Zu allem Überfluss gibt es einen Maulwurf in den eigenen Reihen, der jede Mission zu einem Himmelfahrtskommando macht. Werden Foster und seine Verbündeten gegen die Finsternis bestehen können?


Oliver Dörings neue Horrorserie geht mittlerweile bereits in die sechste Runde und weicht keinen Millimeter vom bisher bewährten Erfolgsrezept ab. In letzter Sekunde ist es Foster und seinen wenigen Mitstreitern gelungen, den Dämonen die Stirn zu bieten. Die in der vorherigen Folge angestoßenen Ereignisse nehmen mit "Ein Dämon mir zu dienen" ihren Fortgang. Dabei splittet sich die Geschichte in zwei Handlungsstränge auf, die ihre Spannung für den Hörer aus ganz unterschiedlichen Quellen speisen.


Neue Hinweise führen das kleine Agententeam um Foster auf eine Spur nach Belgien. Geschickt wird dabei der Bogen zu früheren Ereignissen geschlagen, die nun nochmals in einem anderen Licht erscheinen. Gerade bei diesen Geschehnissen zieht die Spannungskurve deutlich an. Man fiebert einfach unaufgefordert mit, ob es Foster gelingen wird, seinen Widersachern einen Schritt voraus zu sein und lebend nach England zurückzukehren.


Wer "Foster" zu seinen Lieblingsserien aufgrund seines enormen Actionpotenzials zählt, wird auch mit "Ein Dämon um mir zu dienen" voll auf seine Kosten kommen. Ein Feuerwerk an Explosionen, Schusswechseln und rasanten Verfolgungsjagden erwartet den Hörer und braucht den Vergleich mit dem amerikanischen Blockbuster-Kino zu keiner Zeit zu fürchten. Gerade jene Szenen, in denen Foster auf den Kontinent reist, um neue Informationen zu sammeln, zeichnen sich einmal mehr durch einen ordentlichen Härtegrad aus und sind sicherlich nichts für Zartbesaitete.


Von Anfang an ließ man keinen Zweifel daran, dass Foster nicht zimperlich ist, um an sein Ziel zu gelangen. Wie Jack Bauer in "24" sieht er Folter als ein probates Mittel an, um Informationen zu erhalten. Darin unterscheidet er sich deutlich von Lichtgestalten wie John Sinclair oder Tony Ballard, die keine Flecken auf ihren weißen Westen haben. Foster ist moralisch fragwürdig und mit Sicherheit kein Held mit Saubermannimage, sondern ein Mensch, der sich in einer Grauzone bewegt. Gute Charaktereigenschaften stehen einer ebenso großen Menge an negativen gegenüber. Ihm passieren Fehler und seine Ermittlungsmethoden sind sicherlich nicht die eines Sherlock Holmes. Doch diese Unvollkommenheit macht es einem leicht, mit diesem Raubein zu sympathisieren.


Foster ist eine Person, die ohne ihr Zutun in eine Ausnahmesituation geraten ist und nun versucht, das Beste aus ihrer Lage zu machen. Auf der anderen Handlungsebene begleiten wir Jazz die versucht nach dem schweren Attentat in ihr früheres Leben zurückzukehren. Allerdings muss sie sehr schnell feststellen, dass dies alles andere als einfach werden wird. Urplötzlich sieht sie sich mit mit einer ganzen Anzahl von beunruhigenden Veränderungen konfrontiert. Auch hier gelingt es den Produzenten, der Figur neue Aspekte hinzuzufügen und ihre Zerrissenheit hervorzuarbeiten.


Ein ungeschriebenes Gesetz vieler Serien ist es, dass die Hauptfiguren unangetastet bleiben und wie ein Fels in der Brandung stehen. "Foster" hat bereits unter Beweis gestellt, dass man mit diesen Konventionen bricht. Niemand ist sicher, man muss immer und überall mit allem rechnen, so kommt man eine tiefere Verbindung zu den Akteuren, denn man weiß nie, ob die aktuelle Folge nicht die letzte für den persönlichen Favoriten ist. "Ein Dämon mir zu dienen" macht auch auf diesem Feld keine Ausnahme und so heißt es erneut Abschied nehmen von einer der Hauptfiguren. Dafür kehrt ein bereits Totgeglaubter zurück, um Foster in seinem Kampf zu unterstützen.


Das Markenzeichen von Imaga bekommt auch bei der sechsten Episode der Serie besondere Zuwendung. Die Geräusche sind einmal mehr sehr realistisch geraten. Aber auch immer dann, wenn der Ekelfaktor ansteigt, werden die Soundeffekte äußerst plastisch und lassen äußerste beklemmende Bilder auf der Netzhaut zurück. Thomas Nero Wolff ist die Rolle des hartgesotten Ex-Cops wie auf den Leib geschrieben. Man nimmt ihn den desillusionierten Mann, der bereits zu viel in seinem Leben gesehen hat, zu jeder Sekunde ab, hier kann man ohne zu übertreiben von einer Idealbesetzung sprechen.


Antje von der Ahe überzeugt in der Rolle der Jazz. Wenn sich das Leben plötzlich auf dramatische Art und Weise verändert und man das Gefühl hat, dass einem der Teppich unter den Füßen weggezogen wird, erwartet den Menschen oft ein Wechselbad der Gefühle. Dies darzustellen gelingt Antje von der Ahe auf sehr eindringliche Weise. Ihre Rolleninterpretation lässt sich daher mit dem Wort überzeugend gut zusammenfassen.


Spieleifer merkt man auch Gerrit Schmidt-Foß und Frank Schaff an, denen man die zu allem bereiten Einzelkämpfer ebenfalls problemlos abkauft. Dazu kommen wieder viele große Namen, mit denen man auch die kleinsten Nebenrollen besetzt und so ohne Umschweife ein Premium-Hörspiel geschaffen hat. "Foster" ist die inhaltliche und spielerisch gelungene Alternative für all diejenigen, denen eine plumpe Aufteilung in schwarz und weiß zu wenig ist.


 
# # # Justus Baier # # #



Publisher: Imaga




 


 
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