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Game-Review: Black Sails – Das Geisterschiff (PC)

Dass ich das noch erleben darf: Deck 13 gräbt in genretechnischen Untiefen und wagt mit "Black Sails" den Versuch eines Point and Click-Adventures – hält der Titel der "Venetica"-Macher was er verspricht?
BlackSails_Packshot (C) Astragon / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEin Schiffsunglück vereint die Protagonistin Anna und den mürrischen Lex, gemeinsam treiben sie nach Untergang eines von New York nach Portugal fahrenden Pottes auf einigen Holzteilen durch den Ozean. Ein unheimliches, am Horizont auftauchendes Schiff scheint vorerst die Rettung zu sein, doch die "Mary Celeste" entpuppt sich als unheimlicher Ort voller Geheimnisse. Keine Crew ist zu  finden, eine bizarre Uhr mit zwei Pforten löst beklemmende Gefühle aus und aus dem Maschinenraum klingen bestialische Geräusche. Wird das Segelschiff die Erlösung oder das Grab der beiden sein?


Trotz des etwas mühsamen Einstiegs entpuppt sich das Spiel als motivierend. Die Rätsel sind mit wenigen Ausnahmen schnell gelöst, Atmosphäre und Spielfiguren sind ordentlich BlackSails_Bild 2 (C) Astragon / Zum Vergrößern auf das Bild klickendargestellt und selbst der eine oder andere Schreckmoment ist dabei. Grafisch merkt man "Black Sails" die "Venetica"-Engine PINA3 deutlich an, häufig hat man das Gefühl, mit Scarlett durch die düsteren Schiffsräume zu laufen. Der Soundtrack ist unauffällig aber auch nicht störend, bis auf kleinere Perpektiven- und Grafikaussetzer sind auch kaum Bugs zu vermelden.


BlackSails_Bild 1 (C) Astragon / Zum Vergrößern auf das Bild klickenHauptkritikpunkt ist die geringe Spielzeit: Nach gerade einmal fünf Stunden ist das Vergnügen auch schon vorbei, trotz der klarerweise vorgegebenen eher kleinen Fläche wäre da viel mehr drinnen gewesen. Auch die groß angekündigten Entscheidungsmöglichkeiten führen bis auf das sich minimal ändernde Ende ein Schattendasein.


Fazit: "Black Sails" krankt an denselben Symptomen, die mir schon "Venetica" vergällt haben. Es ist wirklich nicht schlecht gemacht, doch der Wiederspielwert ist gleich null und das wirkt sich durch die immens eingeschränkte Spielzeit natürlich gravierender aus. Ein abendfüllendes Vergnügen im wahrsten Sinne des Wortes also. Ob es euch die 30 Euronesen wert ist, müsst ihr selbst entscheiden.



# # # Bernhard Kleinbruckner # # #




Grafik: 7
Sound: 7
Steuerung: 6
Spielspaß: 5
Gesamt: 6


Entwickler: Deck 13
Publisher: Astragon





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