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Game-Review: Monsters vs. Aliens (PC, PS3, PS2, Xbox 360, Wii, NDS; getestet auf PC)

Heute ist ein guter Tag, um die Welt zu retten!

monsterscover (c) Beenox/Activision / Zum Vergrößern auf das Bild klickenVideospiel-Umsetzungen von Kinofilmen sind immer so eine Sache. Besonders, wenn es sich um die Umsetzung eines Animationsfilmes handelt, haftet den Spielen doch schnell der Ruf an, schnell noch im Hype den einen oder anderen Euro mitnehmen zu wollen.


monsters1 (c) Beenox/Activision / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDas Jump`n`Run "Monsters vs. Aliens" folgt selbstverständlich storytechnisch der Vorlage. Als Spieler hat man die Möglichkeit, in die Rolle der drei Hauptcharaktere zu schlüpfen, um die Vorteile der Mutanten/Monster für sich auszuspielen und die Welt vor riesigen Killerrobotern aus dem Weltall zu retten. Susan ist 15 m groß und trägt nicht umsonst den Beinamen "Gigantika", B.O.B. hingegen kann aufgrund seiner schleimigen Konsistenz durch Gitter schlüpfen, an Wänden und Decken entlanggleiten und Gegner und Gegenstände einfach schlucken. Missing Link ist dafür der Bizeps der Truppe, mit seinen Kletteraktionen und Massenschlägereien wird er vor allem in gegnerreichen Situationen eingesetzt.


Das Konzept von "Monsters vs. Aliens" ist es, viele kleinere Levels zu bewältigen, in denen relativ abwechselnd jeder Charakter seine Vorteile ausspielen kann. So muss der Spieler DNA aufsammeln, deren Wertigkeit man mit Hilfe von Multiplikatoren vervielfachen kann, um sie zwischendurch im DNA-Shop in Belohnungen zu investieren. Unter anderem kann man so von der Konzeptzeichnung über Audiokommentare der Charaktere bis hin zu Bonuslevel eine Menge mehr oder weniger lohnenswerter Gimmicks freischalten.


monsters2 (c) Beenox/Activision / Zum Vergrößern auf das Bild klickenRelativ schnell dürfte eingefleischten Zockern klar werden, dass es sich bei "Monsters vs. Aliens" um ein Spiel handelt, welches vornehmlich an ein jüngeres Publikum gerichtet ist. Die Charakter-Tutorials scheinen sich unendlich lang zu wiederholen, die Levelgestaltung bietet wenig Abwechslung und ein Schwierigkeitsgrad ist quasi nicht vorhanden. Die Grafik wirkt altbacken und wenig detailverliebt, auch scheinen sich einige Texturen ewig zu wiederholen, leider gilt dasselbe für die Aufgaben, die man bestehen muss. So spielt man als Susan grundsätzlich auf Rollschuhen und muss überwiegend Hindernissen ausweichen, die dankbarerweise farblich gekennzeichnet schon von weitem erkennbar sind und gelegentlich einen Gegner umrempeln. Missing Link scheint unbesiegbar (man scheitert eh recht selten) und bietet noch die meiste Abwechslung, denn B.O.B. muss sich überwiegend durch langweiligste Labyrinth-Parcours quälen, die viel spektakulärer wirken als sie es letztendlich sind. Und sollte man doch Probleme haben den richtigen Weg auf Anhieb zu finden, so leiten dem Spieler zum Glück immer die leuchtenden DNA-Stränge den Weg. Weitere Kritikpunkte sind (wie so oft) die deutsche Synchronisation, die vor allen Dingen Susan zu einem unerträglichem Charakter macht, die schlicht zu lang geratenen Ladezeiten und der missratene Coop-Modus. Selten war ein zweiter Spieler dermaßen überflüssig, denn das Spiel passt sich weder im Schwierigkeitsgrad an, noch ist man als Figur im Spiel integriert, sondern feuert als Dr. Kakerlake aus dem Hintergrund und ist optisch nur als Fadenkreuz erkennbar.


monsters3 (c) Beenox/Activision / Zum Vergrößern auf das Bild klickenFazit: Das Ergebnis ist keine große Überraschung, "Monsters vs. Aliens" muss sich als Jump`n`Run hinter den Konkurrenten anstellen, aber für Kinder dürfte es eine nette und vor allem harmlose Alternative sein und vielleicht macht dann auch der Coop-Modus für gelangweilte Elternteile Sinn.

 

 

 # # # Oliver Borcherding # # #

Grafik: 5/10
Sound: 3/10
Steuerung: 8/10
Spielspaß: 3/10
Gesamt: 5

Entwickler: Beenox Studios
Publisher: Activision
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