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Game-Review: Stronghold 3 (PC)

Während Teil eins der "Stronghold"-Serie mit Lob überschüttet wurde, ließ der Nachfolger viel Kritik laut werden. Nun geht Firefly einen Schritt zurück, Teil drei soll den Burgaufbau sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft führen. Gelingt das?

Das Spiel verspricht (c) 7sixty / stronghold_cover / Zum Vergrößern auf das Bild klickeneiniges: Von realistischem Aufbau, Events und tollen Strategieelementen ist da die Rede. Zwei verschiedene Modi (eine Wirtschafts- und eine Militärkamapagne) klingen auch nicht so schlecht, zudem müsse man mit Steuern und Nahrung gefinkelt umgehen, um die Bauern bei Laune zu halten. Warum gelingt das alles aber mehr schlecht als recht, wo es doch so schön klingt?


Das liegt zunächst einmal an der Steuerung: Die führt nämlich schon (c) 7sixty / screen10 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenim Tutorial zu immensen Frustmomenten – unpräzise und behäbig schlurft man mit Maus und Tastatur über die Karte, die darüber hinaus kaum ansprechend gestaltet und es mir deswegen ein Rätsel ist, warum mein Rechner der oberen Mittelklasse ordentlich ins Schwitzen kommt und die Lüfter aufheulen. Auch später im Spiel vermag das gesamte Design wenig zu überzeugen: Maue Schwarz/Weiß-Malereien erklären die Geschichte zwischen den Missionen, das Interface ist veraltet und die Minimap praktisch zu nichts nütze.


Aber was soll`s, ab(c) 7sixty / screen_21 / Zum Vergrößern auf das Bild klicken in die Wirtschaftskampagne. Die ist herausfordernder als es den Anschein hat: Zwar ist das Ziel, nämlich eine vorgegebene Anzahl an Gütern in gewisser Zeit zusammenzutragen, nicht neu, aber der Umstand, dass etwa Steine nicht von Anfang an erreichbar sind, macht das Ganze richtig schwierig. Auch deshalb, weil es nur einen Schwierigkeitsgrad gibt, was besonders Einsteiger in den Wahnsinn treiben kann. Dass als Krone des Ganzen alle fünf Minuten irgendeine Krankheit die Felder befällt (alle, egal wo sie erbaut sind) ist besonders toll, da man in den Anfangsmissionen überhaupt nur eine Art Nahrung herstellen kann und der Einkauf selbiger extrem teuer ist. Das trägt weder zum Wohlbefinden der Arbeiter noch zu dem des Spielers bei. Und weil`s so lustig ist, taucht in dem Durcheinander auch noch ein Bär auf, der den Bauern das Herz in die Hosen fallen lässt – auch wenn der irgendwo im Eck der Karte herumgondelt.


Die Militärmissionen machen das Kraut auch nicht fett. Zwar gibt es jede Menge (c) 7sixty / screen_31 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenzeitgerechte Truppen (Bogenschützen, Pikeniere, Schwertkämpfer), doch Steuerung und KI tun ihr Übriges, dass die Kämpfe zur Mühsal ausarten. Es dauert eine Ewigkeit, bis sich ein größerer Haufen Soldaten in Bewegung setzt, von einer geordneten Formation ganz zu schweigen. Bei Belagerungen fühlt man sich als Verteidiger auf verlorenem Posten, da einen die Angreifer mit ihren Katapulten und Rammen viel zu sehr zusetzen, als dass man eine echte Chance hätte, die eigene Burg effektiv zu verteidigen. Für wen das alles nichts ist, existiert ein freier Modus, der aber nur aus zwei Karten besteht. Der Online-Multiplayer verfügt derzeit auch nur über einen Modus.


Fazit: (c) 7sixty / screen_41 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenHalbfertig, verbuggt, eine deutsch Synchronisierung, die einen in den Wahnsinn treibt (zuckersüße Stimme: "Die Bauern hegen warmere Gefühle für euch mein Herr") – sorry Firefly, das war gar nichts. Der Versuch, an Teil eins heranzukommen ist gründlich gescheitert; ein derart unausgegorenes Spiel können auch unzählige Patches nicht gut machen.



# # # Bernhard Kleinbruckner # # #

Grafik: 3/10
Sound: 4/10
Steuerung: 3/10
Spielspaß: 2/10
Gesamt: 3

Entwickler: Firefly Studios
Publisher: 7sixty




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