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Gespenster-Krimi 12

Ein Ausflug ins spanische Hinterland wird für eine Gruppe Jugendlicher zum Albtraum. Die Grenze zwischen Realität und Wahnsinn beginnt zu verwischen. Welches Böse hält sich in der verfallenen Klosteranlage verborgen?

(C) Audionarchie/Contendo Media / Gespenster-Krimi 12 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Diagnose Krebs trifft Daniel wie ein Vorschlaghammer. Plötzlich schrumpft die restliche Lebenszeit auf wenige Wochen zusammen. Zeit, die er keinesfalls in einem Krankenhausbett verbringen will. Es braucht keiner großen Anstrengung, um seine Jugendfreunde von einem letzten gemeinsamen Trip ins spanische Hinterland zu überzeugen. Eine abgelegene Gegend mit beeindruckender Naturkulisse, jedoch seit einem verheerenden Erdbeben nahezu menschenleer. Anfangs entpuppt sich der Ausflug als genau das, was er sein soll, ein Trip in die gemeinsame Vergangenheit. Dies ändert sich jedoch schnell, nachdem es zu mehreren verstörenden Erlebnissen kommt. Immer öfter scheinen die Grenzen zwischen Traum und Realität durchlässig. Tief unter der Erde lauert das unsagbar Böse.


Mit "Der gehörnte Abt" gibt Dennis Hendriks seinen Einstand bei "Gespenster-Krimi" und legt die Messlatte für kommende Einsätze ordentlich hoch, denn sein Debüt ist nicht nur eine der originellsten Folgen der ganzen Reihe, sondern auch eine der atmosphärisch dichtesten. Die Story ist eine knietiefe Verbeugung vor dem europäischen Horrorfilm der 1970er und 1980er und Hörspiellegenden wie "Larry Brent", "John Sinclair" oder der "Gruselserie". Gleich von Beginn an wird eine bedrückende Grundstimmung erschaffen, wenn man von der gravierenden Krebserkrankung eines der Protagonisten erfährt.


Weiter verschärft wird dies, wenn die familiäre Vergangenheit der anderen näher beleuchtet wird und den Hörern ein ungutes Gefühl beschert. Genau dann, wenn diese bedrückende Atmosphäre ihre Wirkung zeigt, hat der Autor sein Publikum dort, wo er es haben will. Nun konfrontiert er es mit einer Reihe von verstörenden und bizarren Momenten, die einem einen ausgewachsenen Schauer über den Rücken jagen. Dabei kommen viele geschmackvolle Details wie Tierkadaver, blutverschmierte Nonnen und entweihte Kirchenreliquien zum Einsatz. Also Dinge, die das Herz des Genrefans sofort höher schlagen lassen.


Die Soundeffekte sind wieder einmal mehr als überzeugend und arbeiten die zunehmende Finsternis der Geschichte weiter hervor. Gerade jene Momente in den unterirdischen Gängen des Klosters sprühen geradezu vor Intensität, die Spannung wird an dieser Stelle fast greifbar. Wer hier keine Beklemmung verspürt, dem ist leider nicht zu helfen. Drei Frauen zeigen sich dafür verantwortlich, dass dieses Hörspiel noch lange nachwirkt und nicht so schnell aus dem Gedächtnis verschwindet. Alexandra Lange übernimmt den Part der Erzählerin und sorgt mit ihrer fast monotonen Artikulation der Sätze für ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Tristesse, ein Umstand, der bei vielen anderen Hörspielen unpassend wäre, hier aber wie die Faust aufs Auge passt.


Luise Lunow und Karin Lieneweg zeigen, was möglich ist, wenn Nonnen den Teufel im Leib haben. Die Performance der beiden Damen ist wirklich furchteinflößend und beängstigend. Lunow und Lieneweg lassen hier wirklich den Wahnsinn aus den Boxen kriechen, eine beeindruckende Leistung. Dazu kommen weitere bekannte Sprecher wie Luisa Wietzorek, Lutz Riedel, Jürgen Thormann und Sven Plate, die ebenfalls zeigen, warum sie teilweise bereits seit Jahrzehnten zu den festen Konstanten im Synchrongeschäft zählen. "Der gehörnte Abt" schrammt nur ganz knapp an der Spitzenposition der bisherigen Veröffentlichungen vorbei. Hier treten Contendo Media und Audioanarchie den Gegenbeweis an, dass man auch im Horrorgenre noch 2017 originelle und überzeugende Geschichten erzählen kann.


 
# # # Justus Baier # # #



Publisher: Audionarchie/Contendo Media




 


 
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