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Heliosphere 2265 8

Hat die Hyperion noch eine Zukunft? Schwer beschädigt und schutzlos treibt das Schiff durch das All. Doch es kommt zur unerwarteten Rettung.

(C) Interplanar/Greenlight Press / Heliosphere 2265 8 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Zukunft ist offener denn je. Nur äußert knapp ist es der Hyperion gelungen, der Zerstörung zu entgehen und die Männer des neuen Präsidenten Sjoberg und seines Regimes unschädlich zu machen. Doch Captain Cross musste für seinen Sieg einen hohen Preis zahlen. Unter der Mannschaft gab es viele Todesopfer zu beklagen, das Schiff liegt in Trümmern und ist so gut wie manövrierunfähig. Eine Entdeckung durch feindliche Truppen scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. Doch plötzlich naht unerwartete Hilfe, Admiral Pendergast und ihr Kommandoschiff, die Torch, eilen der Hyperion zur Hilfe. Die Verschnaufpause ist allerdings nur von kurzer Dauer, die Rebellion steht an allen Fronten unter Druck, es müssen dringend Vorkehrungen getroffen werden, wenn man in dem andauernden Konflikt bestehen will.


Einige der Offiziere, unter ihnen der Captian selbst, werden das Schiff verlassen, um wichtige Missionen zu erfüllen, die eine Weiterführung des Kampfs gegen Sjoberg und den Fortbestand der Rebellion ermöglichen. Gemeinsam mit Alpha 365 macht sich Cross auf den Weg nach Cassiopeia, um eine Möglichkeit zu finden, die allgegenwärtigen Killchips unschädlich zu machen und zu entfernen. Gleichzeitig brechen Lukas Akoshkin und Tess Kensington auf, um die Nova-Station zu infiltrieren und die Computersysteme zu manipulieren. Alle begeben sich auf eine Mission mit ungewissem Ausgang, doch es gibt keinen anderen Weg, wenn man eine Diktatur Sjobergs verhindern will.


Die Geschichte der Hyperion und ihrer Crew tritt in eine neue Phase. Durch die offene Bekämpfung der Getreuen Sjobergs unter der Mannschaft und der damit einhergehenden Befehlsverweigerung hat Cross sich und seine Gefolgsleute zu Gesetzlosen gemacht. Während einige Handlungsstränge zu einem Abschluss gebracht wurden, werden andere konsequent weitergeführt und verästeln sich zunehmend. Man sollte die Dialoge genaustens verfolgen, damit einem nicht unwichtige Details entgehen, die im weiteren Verlauf an Bedeutung gewinnen.


Die Richtung der aktuellen Folge wird bereits nach wenigen Minuten vorgeben und konzentriert sich auf zwei Handlungsstränge, die den Hörer mitnehmen auf die Einsätze der Crew der Hyperion. Beide Missionen halten ein enormes Spannungspotenzial für das Publikum bereit, man wird quasi zum Mitfiebern gezwungen, wenn man verfolgt ob es den beiden Gruppen gelingt, hinter den feindlichen Linien zu bestehen und ihr Einsatzziel zu erreichen. Besonders die äußerst komplexe und schwierige Aufgabe, die vor Kensington und Akoskin liegt, wartet mit einer Reihe sehr energiegeladener Szenen auf, die an Nervenkitzel kaum zu überbieten sind. Dazu kommen einige unerwartete Wendungen, die einfach Spaß machen und zum Weiterhören einladen.


Ein großer Pluspunkt von "Heliosphere 2265" ist die stetig voranschreitende Figurenentwicklung. Mit jeder neuen Episode gewinnen die einzelnen Charaktere an Tiefe und es werden neue Details aus den Leben der Besatzungsmitglieder bekannt, bevor sie an Bord der Hyperion kamen. Trotz des immer wieder aufblitzenden militärischen Sprachjargons sind die Dialoge zu keiner Zeit überzeichnet oder unglaubwürdig, sondern orientieren sich an den großen amerikanischen TV-Serien, die dieses Genre lange Zeit prägten.


Insbesondere über Kopfhörer entwickeln die Soundeffekte ihr komplettes Potenzial. Sich das Leben und Arbeiten akustisch vorzustellen ist sicherlich nicht einfach, umso mehr muss die hier geleistete Arbeit honoriert werden. Jede Art von Technik und anderer wissenschaftlicher Errungenschaften kommt natürlich und glaubwürdig herüber. "Heliosphere 2265" ist auch in diesen Belangen dem Anspruch einer Space-Opera würdig. Der Soundtrack kommt in einem orchestralen Gewand daher und bringt die richtige Portion an Dramatik und Pathos mit, die für eine Serie wie diese zwingend erforderlich ist, möchte man jenen Momenten, die die Entwicklung der gesamten Menschheit mitprägen, die notwendige musikalische Unterfütterung an die Hand geben.


Das Booklet kann man einmal mehr als absolut vorbildlich bezeichnet werden, beginnend bei dem stimmungsvollen Cover, das sofort auf das Genre Science-Fiction einstimmt, über sehr gelungene Hintergrundinformationen bis hin zu einem Kurzporträt einer der Sprecherinnen. Unter den nahezu 20 Beteiligten übernimmt Sven Hasper erneut die Rolle von Alpha 365 und verschafft dem Klon auch in dieser Folge einige neue Ecken und Kanten, die so nicht zu erwarten waren. Wanja Gerick gibt erneut eine gute Figur als Captain Jayden Cross ab und präsentiert dem Hörer eine vollkommen neue Seite des sonst eher reservierten Offiziers.


Dazu kommen viele weitere bekannte Namen wie Anke Reitzenstein, Joachim Kerzel oder Maria Koschny, die alle ebenfalls in ihren jeweiligen Rollen zu überzeugen wissen. "Heliosphere 2265" hat sich langsam aber stetig am Markt etabliert und eine eigene Fanbase erschlossen. Mittlerweile ist es gelungen viel Boden gutzumachen und weiter zum Genrekönig "Mark Brandis" aufzuschließen. Der eigenständige und immer weiter wachsende Serienkosmos lässt wenig Wünsche offen und dürfte noch für viele spannende Geschichten gut sein.


 
# # # Justus Baier # # #



Publisher: Interplanar/Greenlight Press




 


 
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