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STORIESHome »Live-Review: BROADWAY CALLS & ALKALINE TRIO im Wiener Flex (27.01.2009)
Kalt, regnerisch, unfreundlich: So präsentierte sich der Abend des 27. Januar in Wien und dennoch sah man, wenn man sich rund um den Schottenring befand, einige verwegene Gestalten ihren Weg zum Donaukanal bahnen...
Hier geht`s zur Picture-Review von BROADWAY CALLS & ALKALINE TRIO am 23. Januar im Hamburger Grünspan! Endlich drinnen im Warmen fand ich mich höchst erfreulicherweise klare Luft atmend wieder – an jedem freien Fleckchen hing ein Plakat, auf dem die Band bat vom Rauchen in der Konzerthalle abzusehen. Meine Sympathie hatten die Jungs damit schon mal, die meiner Begleitung sank rapide gegen den Gefrierpunkt. Jaja, die Debatte wo, wann und wie man rauchen darf wird sich wohl noch länger durch die österreichischen Clubs und Lokale ziehen, aber davon sei an anderer Stelle geschrieben. Aus der Stadt des Jazz und der Gangster – Chicago - stammt die Dreierformation um Sänger und Gitarrist Matt Skiba, der das einzig übrig gebliebene Gründungsmitglied stellt. Singen tun übrigens alle Mitglieder von ALKALINE TRIO, gesetzt den Fall, die Mikrofone sind eingeschalten und richtig eingestellt (der Tontechniker GRRRRRRRR!) und für ihre Lyrics sind sie auch bekannt. Fröhlich Melodien untermalen die Texte über Tod, Liebeskummer, Alkohol und Drogen und machen die Songs teilweise so bizarr, dass es einem kalte Schauer über den Rücken regnet – also passend zum Wetter. Das Publikum jubelte, als die Band die Bühne betrat. Als sie loslegte, erstarb der Jubel und man hörte immer wieder missgestimmte Kommentare – je später der Abend auch potentielle Morddrohungen in Richtung Mischpult schallen. Der zweite Song, auf den besonders meine Begleitung gewartet hatte: "Calling All Skeletons" ging wieder einmal im Einheitsbrei der Bassdrum und des Bass unter und man hörte die einmalig knarzige Stimme von Mike Skiba so gut wie gar nicht. Positiv hierzu kann man nur sagen, dass der Tonmann es schaffte bis zur Zugabe eine halbwegs annehmbare Mixtur abzuliefern, aber wer 45 Minuten eine ausgezeichneten Band derart entstellt zugeführt bekommt, kann sich auch über diesen kleinen Erfolg kaum noch freuen – mir geht es zumindest so und ich war nicht nur einmal aus diesem Grund den Tränen nahe. Abgesehen von der verheerenden Tonqualität bleibt zu betonen, dass die Show einwandfrei war – sehr authentisch und nicht einmal gekünstelt brachte das basische Trio ihre Musik dem Publikum nahe und nachdem sich der Schock und Unmut über den Sound etwas gelegt hatte ging es auch mit der Stimmung bergauf. Selbst als Skiba einen Song deutschem Bier widmete, brachen nur vereinzelt Tumulte aus und die meisten ließen das mit einem Schmunzeln durchgehen – so was kann ja wohl nicht mal ein Amerikaner ernst meinen. Nach einer Stunde war der Spuk aber auch leider schon wieder vorbei und auch Trost auf baldige Fortsetzung gab es von der Bühne keinen, im Gegenteil, laut eigener Aussage kommen sie erst in drei bis vier Jahren wieder. Aber das wird man dann ja sehen. Alles in allem war es ein denkwürdiger Abend für Fans, ein katastrophaler Abend für Soundgourmets und für alle dazwischen ein Sitzen zwischen den Stühlen. Die Show war, um es mit Skibas Worten zu sagen: "Cocky... and by cocky I mean awesome..." ###Anja Prietl### ************************************************************************ SLAM #41 - JETZT am Kiosk! mit Poster & CD!!! In Deutschland um nur 3,90€!!! (A: 4,30€ / BeNeLux: 4,60€ / F,I,E: 5,25€ / GR: 6,05€ / CH: 7,80 SFR)
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