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Live-Review: LIFE OF AGONY in der Arena Wien (07.07.2008)

Gerade erst solo auf einen Sprung vorbei geschaut, gab sich KEITH CAPUTO jetzt mit LIFE OF AGONY schon wieder die Ehre in der Wiener Arena und Bassist Alan Robert hat seit neuestem einen Zwillingsbruder...

SPOILER NYC (c) Willi Wong / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDen Anfang dieses Abends versuchten SPOILER NYC zu versüßen. Bis auf die Tatsache, dass es im Publikum zu einigen süßen Gesrächen darüber kam, ob der Sänger denn der Bruder von LIFE OF AGONY-Bassist Alan Robert sei, war die Performance eher salzig. Mit einem straighten Punk`n`Roll-Versuch wollten SPOILER NYC also das LOA-Publikum überzeugen... Diejenigen, die nicht wussten, dass Alan Robert tatsächlich der Sänger dieser Combo ist, machten sich`s dann aber doch lieber an den Bars gemütlich.

SPOILER NYC (c) Willi Wong / Zum Vergrößern auf das Bild klickenMusikalisch haben SPOILER NYC und LIFE OF AGONY zwar nichts miteinander zu tun, eine Tatsache vereint sie allerdings trotzdem: Der Unmut ihren Labels gegenüber. So kündigte Alan Robert einen Song zum Beispiel mit folgen Worten an: "This one`s out to our record label... `Every Person Is Corrupt`!" Tja, ins Debütalbum "Grease Fire In Hell`s Kitchen" kann man auf jeden Fall hier reinhören.

LIFE OF AGONY (c) Myriam Santos Kayda / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer Hauptact, für den sogar wieder Groupies (männliche wohlgemerkt!) aus ganz Österreich angereist kamen, ließ sich an diesem Montagabend ordentlich Zeit. Die Bude war gerammelt voll, aber der kleine Keith Caputo, der vor knappen zwei Monaten noch mit seinem Solo-Projekt durch unsere Breitengrade tourte, hatte wohl backstage noch das eine oder andere zu erledigen. Also wartete das Auditorium geduldig und die Minuten flogen nur so dahin. Wer musste denn am nächsten Tag schon arbeiten? Drauf geschissen, Rock`n`Roll!

LIFE OF AGONY (c) Myriam Santos Kayda / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDann war es soweit und Caputo erschien gut gelaunt (und nicht als kleiner Giftzwerg wie noch im Mai - siehe hier) auf der Bühne. Die Fans grölten jeden Song lauthals mit, was darüber hinweghalf, dass der LOA-Frontmann die ganze erste Hälfte des Konzerts stimmlich etwas zu zurückhaltend aufwartete. Woran die stetige Steigerung der Performance lag? Keine Ahnung, aber es war gut so!

LIFE OF AGONY (c) Myriam Santos Kayda / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer Hitsingle "Love To Let You Down" ging eine kleine Hasstirade gegen Epic Records voran, auf dem das letzte LOA-Album "Broken Valley" (2005) erschien. Kleine Variationen in den Songs ließen darauf schließen, dass Caputo sich mittlerweile doch sehr viel mehr auf die softere Töne eingeschossen hat, was sich ja auch mit seinem Solo-Projekt unterschreiben lässt. Und das sich-feiern-Lassen hat der New Yorker auch noch nicht verlernt.

LIFE OF AGONY (c) Myriam Santos Kayda / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEin Ventilator auf der Bühne sorgte bei der Band für Abkühlung und machte aus dem Sänger fast einen Protagonisten für Haarshampoo-Werbung. Vorher Sänger und nunmehr wieder Bassist Alan Robert wollte jegliche Gerüchte eines Zwillingsbruders von Anfang an im Keim ersticken und blieb beide Konzerte hindurch mit dem gleichen Outfit auf der Bühne. Wir sind uns aber ganz, ganz sicher, dass er die Klamotten in zweifacher Ausführung hat, in der Umbaupause duschen war und wohlriechend das LOA-Konzert über die Bühne brachte.

Alles in allem ein gelungener Montagabend, was die extrem gute Stimmung im Publikum verriet, welches sich durch einen ziemlich hohen Altersdurchschnitt von Pi mal Daumen 27,35 Jahren auszeichnete. That`s how we like it!

###Stephanie Bürgler###

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