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Meister der Angst 1

Seine Opfer sind ausnahmslos junge Frauen. Es reicht ihm nicht zu morden, alle Leichen sind bestialisch entstellt. "Jack the Ripper" füllt Londons Straßen mit Blut.

(C) Mediabühne/Random House Audio / Meister der Angst 1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenLondon 1888. Ein neuer Mörder treibt sein Unwesen in der Stadt und bedroht den fragilen sozialen Frieden. Unruhen drohen und ein Sündenbock ist ebenfalls bereits gefunden: Die jüdische Gemeinde der Metropole. Die Opfer des Killers sind ausschließlich Prostituierte aus den Elendsvierteln, grauenvoll zugerichtet und verstümmelt. Der Polizei ist schnell klar, dass sie es nicht mit einem gewöhnlichen Mörder zu tun hat. Hinweise am Tatort deuten auf einen rituellen Hintergrund hin.


Auf der Suche nach einem möglichen Täter tappt Scotland Yard vollkommen im Dunkeln. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn "Jack the Ripper", wie ihn die Zeitungen mittlerweile getauft haben, ist bereits auf der Suche nach einem neuen Opfer. Inspektor Abberline wird mit den Ermittlungen betraut und muss an jenen Ort zurück, an dem er nie mehr zurückkehren wollte, das Londoner East End! Wird es ihm gelingen, die Mordserie noch rechtzeitig klären zu können, bevor es ein weiteres Opfer gibt?


Viele Legenden ranken sich um einen der spektakulärsten ungelösten Fälle der Kriminalgeschichte. Fünf Mal schlug der unter dem Namen "Jack the Ripper" bekanntgewordene Mörder zu, bevor er ohne einen konkreten Hinweis auf seine Identität wieder von der Bildfläche verschwand. So verwundert es nicht, dass im Laufe der Jahre eine Vielzahl unterschiedlicher Theorien in Umlauf gekommen sind, wer sich hinter diesem Namen versteckt. Eine Variante dieser Spekulationen über die Mordserie und den Täter wurde von Alan Moore und Eddie Campbell in "From Hell" verarbeitet. Ihr Mammutwerk war so erfolgreich, dass es bekanntlich mit Johnny Depp in der Hauptrolle verfilmt wurde. Nun hat sich die Mediabühne des Stoffs angenommen und ihn als Hörspiel bearbeitet.


Eins muss man direkt vorwegschicken, was einem hier von der ersten Minute an präsentiert wird, dürfte zu den opulentesten Produktionen der vergangenen Jahre zählen. Die Soundkulisse ist aufwendig gestaltet und problemlos glaubt man sich binnen weniger Minuten im London des 19. Jahrhunderts. Besonders imposant wird dies etwa dann, wenn die Handlung den Hörer mitnimmt in eine der heruntergekommenen Spelunken des East End oder eine typische Straßenszene jener Zeit veranschaulicht wird, hier passt einfach jedes Geräusch und sitzt an der richtigen Stelle.


Erwähnen sollte man auch, dass die Sprache bei diesem Hörspiel passend gewählt wurde und nicht wie bei einigen anderen Geschichten aus dieser Zeit aufgesetzt und gestelzt wirkt. Hier hat man den einfachen Menschen der Zeit aufs Maul geschaut und sie auch genauso reden lassen. Dadurch wirken viele Dialoge sehr authentisch und wie aus einem Guss. Die Anzahl der Sprecher ist mit fast 20 Stimmen sehr üppig ausgefallen, was einen weiteren Pluspunkt dieser Produktion darstellt, lange Erzählpassagen werden so vermieden, zumal alle Akteure absolute Profis in ihrem Fach sind.


Trotzdem muss man Helmut Krauss hervorheben, der in seiner Rolle von Sir William Gull brilliert und einem nur mit seiner Stimme die eine oder andere Gänsehaut auf den Körper zaubert. Daneben natürlich Katja Brügger, Ulrike Johannson und Charlotta Bjelfvenstam, die ihre Rollen als Prostituierte so lebensnah und glaubwürdig spielen, dass man sich manchmal wieder vor Augen führen muss, dass man hier nur einem Hörspiel lauscht.


Sowohl inhaltlich als auch produktionstechnisch gehört "Jack the Ripper" in die erste Bundesliga aktueller Hörspielproduktionen und dürfte dabei gute Aussichten auf die Meisterschaft haben. In dieser Qualität wünscht man sich noch viele weitere Produktionen dieser Reihe. Kurz erwähnt seien auch noch die wirklich gute Covergestaltung und die kurzen Infos im Booklet. Bleibt nur noch eins: Kaufen!



# # # Justus Baier # # #



Publisher: Mediabühne/Random House Audio





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