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Moon Knight 1

Mit einem kongenialen Kreativduo ist die Rückkehr des psychisch labilen Mondritters ein echter Hingucker geworden.

(C) Panini Comics / Moon Knight 1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenZugegeben: Das Alter ego von Marc Spector, der 1975 in "Werewolf by Night" 32 als tödlich verwundeter, von der ägyptischen Gottheit Khonshu wiederbelebter Söldner sein Debüt feierte, rangierte nie in der ersten oder auch nur zweiten Reihe der bekanntesten Marvel-Charaktere. Zu Unrecht wurde ihm lange Jahre das Etikett als Batman-Rip-off umgehängt, da auch er in seiner zivilen Identität über Unmengen an Geld verfügte und sich nachts auf Verbrecherjagd machte. Im Gegensatz zum Mitternachtsdetektiv macht Moon Knight allerdings bevorzugt kurzen Prozess mit seinen Gegnern und trägt eine schwere Persönlichkeitsstörung mit sich herum.


Nach der Veröffentlichung der letzten "Moon Knight"-Ongoing von 2006 im Rahmen der Reihe "100% Marvel" sah Panini offenbar nicht allzu viel Potenzial auf dem deutschen Markt für weiteres Material und ließ die 2011/12 gelaufene, zwölfteilige Serie von Brian Michael Bendis und Alex Maleev komplett unter den Tisch fallen. Wie uns das Beispiel Deadpool gelehrt hat, kann es eine Figur aus der B-Riege aber binnen kurzer Zeit ins Zentrum der Lesergunst schaffen, und mit einem prominenten Namen auf dem Cover verkauft sich ein Relaunch gleich viel besser. Auftritt: Warren Ellis!


Der britische Starautor hat die ersten sechs Hefte brandneuen Monatsserie des Mondritters übernommen und erzählt darin in sich abgeschlossene Storys, die lediglich über das zwischendurch erstellte Psychogramm ihres Protagonisten verbunden sind. Das stellt sich bei der Lektüre, die Moon Knight unter anderem gegen einen durchgedrehten Ex-Soldaten, einen Scharfschützen, die Geister toter Punks, Entführer eines Schulmädchens und den Konsequenzen schiefgegangener Schlafforschung antreten lässt, allerdings keineswegs als Schwachpunkt heraus.


Zeichner Declan Shalvey, hierzulande zuletzt im Rahmen von "Venom" zu sehen, hat sich deutlich gesteigert und empfiehlt sich durch seine Arbeit an "Moon Knight" definitiv für höhere Weihen. Die kongeniale Verbindung seines Artworks mit dem beispielsweise von "Fell" bekannten episodischen Erzählstil von Ellis erinnert wohltuend an "Hawkeye" von Matt Fraction und David Aja, einem anderen kürzlich vorgelegten Schmankerl abseits ausgetretener Marvel-Pfade. "Aus dem Reich der Toten", so der Name dieses ersten Sammelbandes, soll bereits im Sommer einen Nachfolger erhalten, für den mit Brian Wood ein weiterer bekannter Autor engagiert worden ist.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Panini Comics




 


 
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