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Morgan & Bailey 5

Ein Unglück erschüttert die kleine Gemeinde von Heaven's Bridge. Die Black Diamond ist auf hoher See verschollen. Was ist auf dem Ozean geschehen?

(C) Contendo Media / Morgan & Bailey 5 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie lokalen Medien Neuenglands kennen nur noch ein Thema, den auf hoher See verschollenen Fischkutter Black Diamond und seine Besatzung. Die Suche nach dem vermissten Boot gestaltet sich schwierig und keiner glaubt noch daran, dass jemand lebend geborgen wird. So verwundert es nicht, dass die Küstenwache ihre Arbeit schweren Herzens ohne nennenswerten Erfolg einstellen muss. Doch der Vater des Eigentümers der Black Diamond, Captain Roger Slade, ist nicht bereit seinen Sohn einfach aufzugeben, solange nicht abschließend geklärt ist, was sich wirklich draußen auf dem Atlantik zugetragen hat.


In seiner Not wendet sich der alte Seebär an Pastorin Rose Bailey, um das Schicksal seines Sohnes zu klären. Die Geistliche sichert gemeinsam mit ihrem Neffen Liam ihre Hilfe zu und man beschließt, die Rettungsmission auf eigene Faust fortzusetzen. Währenddessen fällt Pfarrer Morgan eine schwere Aufgabe zu. Der Sohn eines befreundeten Ehepaars ist ermordet worden. Morgan lässt es sich nicht nehmen, dem Toten seine letzte Ehre zu erweisen. Doch kaum im Leichenschauhaus eingetroffen übernimmt der ehemalige Polizist in dem Geistlichen erneut das Zepter und beginnt mit eigenen Ermittlungen in dem Mordfall. Wieder einmal müssen die beiden Vertreter Gottes in dem kleinen Küstenstädtchen ihr Können unter Beweis stellen, um der Gerechtigkeit zu ihrem Recht zu verhelfen.


Zum bereits fünften Mal sind die beiden Kirchenvertreter von Heaven's Bridge auf kriminalistischem Gebiet tätig und wenden sich gleich zwei Fällen zu. So werden gleich zu Beginn zwei Handlungsstränge etabliert, die scheinbar keine Verbindung miteinander zu haben scheinen. Beide halten zunächst zwei völlig verschiedene Fälle für den Hörer bereit, sodass sich die aktuelle Folge sehr abwechslungsreich gestaltet und keine Längen im Plot zu finden sind. Allerdings ist der "Der verlorene Sohn" kein Krimi im klassischen Sinne, denn Ermittlungsarbeit findet tatsächlich in beiden Fällen eher am Rande statt, vielmehr handelt es sich um eine Verkettung von Zufällen, die die beiden Geistlichen am Ende zum Ziel führen.


Dies geschieht jedoch auf eine sehr unterhaltsame und durchaus spannende Art, die eine gute Stunde Unterhaltung im besten Sinne wie im Flug vergehen lässt. Die Dialoge wieder äußerst natürlich gehalten und können über die gesamte Distanz überzeugen, schon jeher ein deutlicher Pluspunkt der Contendo-Produktionen. Die Soundkulisse ist wieder einmal allererste Sahne. Gerade jene Momente, die sich auf dem Wasser oder im Hafen abspielen, sind äußerst atmosphärisch geraten und man wähnt sich tatsächlich irgendwo an der malerischen Küste der Neuengland-Staaten.


Nicht minder gut geraten sich jene Passagen, die in Harry O'Neills Kneipe angesiedelt sind. Hier atmet wirklich jede Minute das Flair eines urgemütlichen irischen Pubs, wobei man wirklich großen Wert auf Authentizität gelegt hat, die sich auszahlt und "Der verlorene Sohn" jenen Background liefert, der notwendig ist, um eine Geschichte vor maritimer Kulisse zu erzählen. Dazu gesellen sich zu jederzeit die passenden Geräusche, die die Vorstellungskraft des Hörers befeuern und Glaubwürdigkeit versprühen. Die musikalische Untermalung ist gut gewählt und rundet den guten Gesamteindruck ab. Wort, Musik und Geräusche gehen eine Verbindung ein, die dafür sorgt, dass "Der verlorene Sohn" wie aus einem Guss wirkt.


In den Hauptrollen als Rose Bailey und Charles Morgan sind wieder Rita Engelmann und Joachim Tennstedt zu hören, die auch in diesem Fall wieder mit großem Eifer bei der Sache sind und den beiden Geistlichen mit einer Vorliebe für knifflige Kriminalfälle mit jeder Folge zu einem weiteren neuen Stück Identität verhelfen. Wolf Frass überzeugt in der Rolle des vom Verlust seines Sohnes gezeichneten Seebären Roger Slade. Die Emotion in seiner Stimme ist glaubwürdig und seine dunkle und raue Stimme die ideale Besetzung für diese Rolle.


Außerdem sind wieder Pat Murphy als Harry O'Neill und Wolfgang Bahro als Dr. Ruben mit von der Partie, die ebenfalls in ihren Rollen überzeugen können. Weniger überzeugend ist leider Christoph Piasecki als Liam Fletcher. Seine Art sich artikulieren und auszudrücken wirkt gekünstelt und oft überzeichnet. Hier ist deutlich Luft nach oben. Auch der fünfte Output der noch jungen Serie "Morgan & Bailey" kann überzeugen und fügt sich gut in den bisherigen Serienkosmos ein. Das Setting und die Figuren bieten ein enormes Potenzial, das es zu nutzen gilt. Man darf gespannt sein wohin sich die Serie entwickeln wird.


 
# # # Justus Baier # # #



Publisher: Contendo Media




 


 
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