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Movie-Review: Brokeback Mountain (Paramount Pictures)

Man befindet sich im Sommer 1963. Die Cowboys Ennis del Mar (Heath Ledger) und Jack Twist (Jake Gyllenhaal) werden angestellt um die Schafherden am Brokeback Mountain in Wyoming zu betreuen.
 
brokeback (c) Paramount Pictures / Zum Vergrößern auf das Bild klickenZwischen den eher schweigsamen Cowboys entwickelt sich eine Freundschaft in der Weite der Einöde und eines Nachts, als der Alkohol fließt, kommen sie sich sogar näher, viel zu nahe für platonische Verhältnisse. Obwohl die Gefühle intensiv sind, fällt es ihnen schwer sich diese einzugestehen und beide gehen daraufhin, als die Arbeit verrichtet ist, getrennt ihrer Wege.


Vier Jahre ziehen ins Land. Beide sind inzwischen verheiratet und Väter, dennoch ist Ennis erfreut nach so langer Zeit wieder von Jack mittels einer Postkarte zu hören und es kommt zu einem Treffen am Brokeback Mountain. Offiziell als Fischerausflug getarnt, finden diese Treffen über die Jahre immer wieder statt und obwohl sie sich um ihr Geheimnis bemühen, gelingt es ihnen nicht vor der Gesellschaft zu verbergen, was in ihnen vorgeht und die Folgen bleiben nicht aus…


Wer sich eine schnulzige Cowboyromanze erwartet, die sich über Klischees lustig macht, wartet hier vergeblich. Der Regisseur Ang Lee hat mit "Brokeback Mountain" ein Gemälde erschaffen. Anstatt sich auf die Homosexualität der Hauptdarsteller zu versteifen gelingt es ihm gekonnt ein Zusammenspiel aus naturgewaltigen Bildern, subtilen Emotionen und Charakterfeinheiten zu erschaffen. Vielleicht erlangt der Film gerade dadurch so viel Realismus; Realismus, den sich viele wohl nicht erwartet hätten.


Die Darsteller liefern ebenfalls ihren Beitrag. Heath Ledger und Jake Gyllenhaal bringen die Problematik einer verbotenen Sehnsucht und dem Zwang nach Erfüllung des Rollenideals mehr als glaubhaft über die Leinwand. Auch die weiblichen Hauptfiguren, die in den meisten Westernstreifen eher nur ein Accessoire sind, haben hier Tiefe und Anne Hathaway, Jacks Frau und Michelle Williams, Ennis Frau, wissen zu überzeugen.


Fazit: "Brokeback Mountain" ist ein gefühlvoller Einblick in eine Welt, die für viele Individuen Alltag ist und die sich auch heute noch mit einer Wand aus Vorurteilen auseinandersetzen müssen. Ang Lee ist es gelungen dies zu tun, ohne sich darüber lustig zu machen oder es auf die leichte Schulter zu nehmen.


# # # Valerie Gaupmann # # #






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