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Movie-Review: Defendor (Sony Pictures Home Entertainment)

Und nochmal Woody Harrelson, diesmal wie’s scheint in einer Superhelden-Parodie. Doch der erste Blick täuscht, wie sich nach wenigen Minuten zeigt.

Defendor Cover (C) Sony Pictures / Zum Vergrößern auf das Bild klickenArthur Poppington ist tagsüber ein Bauarbeiter, doch Superheld in der Nacht. Zumindest hält er sich dafür, wenn er seine Rüstung als "Defendor" umlegt und gegen den üblen Erzschurken Captain Industry vorgeht. Dass es sich bei seiner Nemesis in Wirklichkeit um einen ekligen Gangsterboss handelt, will er nicht glauben. Auf diesen hat ihn die junge Kat angesetzt, die er vom Strich aufgelesen und in seine Obhut benommen hat.


Dass ein drogensüchtiger Undercover-Cop und diverse Handlanger des fetten Paten mit ihren Knarren auch noch das eine oder anderer Wörtchen mitzureden haben, sind nur weitere Hürden auf dem Weg zu superheldischer Gerechtigkeit. Die wird mit allen Mitteln wie Murmeln und schlecht gelaunten Wespen verteidigt, auch wenn das zu blauen Flecken und Schusswunden führen kann. Der "Defendor" nimmt das wie ein Mann und reitet sich immer tiefer in den Wahnsinn, die Obhut von Polizei und psychologischer Betreuung.


Regisseur Peter Stebbings hat mit geringen finanziellen Mitteln und einem Hauptdarsteller in Hochform ein großartiges Werk hingelegt. Es ist schwierig diesen Film in eine Kategorie einzureihen, in eine Schublade zu stecken. Zu vielfältig sind seine Qualitäten. Ist "Defendor" der seltsame Bastard, den man durch Kreuzung von "Superhero Movie" und "Watchmen" erhält? Gar die erste Superhelden-Tragikomödie? Ein Opus magnus, im Hinterhof aufgeführt? Jedenfalls ein großes Stück Film, das im Kino unverdienterweise böse gefloppt ist!



# # #  Andreas Grabenschweiger  # # #





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