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Movie-Review: Der Elefantenmensch (Kinowelt)

Schwerstens deformiert an Kopf und Körper, Haut, die von Tumoren bedeckt ist, ausgenutzt und einsam auf der Welt, verschwiegen, eingeschüchtert und introvertiert ist das "Monster" John Merrick vor allem auf sich allein gestellt und verdingt sich als Attraktion auf Jahrmärkten des 19. Jahrhunderts.

Der Elefantenmensch Cover (C) Kinowelt / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWir haben hier die Geschichte von John Merrick vor uns , der als "Elefantenmensch" auf Jahrmärkten präsentiert wurde und einen tragischen Leidensweg durchstehen muss, begründet auf menschlicher Intoleranz gegenüber Anderen, oder, noch besser gesagt, Andersartigen. John Merrick hat tatsächlich Mitte des 19. Jahrhunderts in England gelebt, und der amerikanische Regisseur David Lynch nahm sich 1980 seiner tragischen Geschichte an.


Im Gegensatz zum Original "The Elephant Man", einem Stummfilm von Scott R. Dunlap aus dem Jahre 1920, der sich nur grob auf das Schicksal von John Merrick bezieht, orientiert sich diese Umsetzung des Themas an dem authentischen Fall des 1862 in Leicester geborenen Joseph Merrick, der später von Doktor Frederick Treves aus Maßnahmen der Anonymität in John Merrick umbenannt wurde. Diese Version wird zu einem höchst menschlichen Film, der nicht nur wie auch "Freaks" das Thema der Ausgestoßenen behandelt. Zudem ist es der einzige Film, den David Lynch in England gedreht hatte.


In jedem Fall ist der Film ein großartiges Werk, welches man bereits jetzt schon zu den großen Klassikern hinzuzählen und getrost ein zweites oder drittes Mal genießen kann, ohne dabei den Charme dieses sensiblen und bewegenden Tatsachendramas zu verlieren.



# # #  Mario Miletich  # # #
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