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Movie-Review: Suck – Bis(s) zum Erfolg (Splendid Film)

Was tut man nicht alles für Ruhm und Erfolg im Musikbusiness? So einiges! Denn wie uns schon AC/DC einst lehrte: "It's A Long Way To The Top (If You Wanna Rock 'n' Roll)"!

Cover Suck (C) Splendid Film / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer vierköpfigen Rockband "The Winners" ist der verdiente Erfolg bisher verwehrt geblieben. Völlig unerklärlich für den Kopf der Truppe, Leadsänger Joey Winner, der sich einfach nicht damit abfinden kann. Man hält sich inzwischen mit zweitklassigen Gigs über Wasser und hofft weiterhin auf einen Plattenvertrag. Eines Nachts nach einem wieder einmal mehr oder weniger erfolglosen Auftritt verschwindet Bassistin Jennifer mit einem sinistren. jungen Herren und kehrt am nächsten Tag völlig ausgewechselt zurück. Doch nicht nur ihre Erscheinung ist verändert, auch ihre Bühnenpräsenz wirkt auf einmal schier unwiderstehlich auf das junge Publikum und zieht immer mehr Fans an. Doch es dauert nicht lang bis die erschreckende Wahrheit ans Licht kommt: Jennifer ist ein Vampir geworden und muss fortan Blut trinken um zu überleben weshalb auch der bemitleidenswerte Roadie Hugo die Leichen der Unglücklichen, die ihre Wege kreuzen, entsorgen muss. Angetan vom nahenden Erfolg, möchten nun auch Drummer Sam und Gitarrist Tyler dem Club der Untoten beitreten und so werden sie kurzerhand von Jennifer zu Vampiren gemacht.


Doch wo die Untoten sind, kann auch der Jäger nicht weit sein und das ist in dem Fall EddieVan Helsig (ja, richtig gelesen!), der einst seine Geliebte an eben denselben Vampir verlor, der auch Jennifer verwandelte. Die Karriere der "Winners" steuert ihrem Höhepunkt zu als sie Gäste in der berühmt-berüchtigten Radioshow von Rockin’ Roger sind, der für seine nicht gerade charmanten Kommentare bekannt ist. So kommt es wie es kommen muss, und der Discjockey wird kurzerhand live auf Sendung ausgesaugt. Morbide wie die Musikindustrie eben ist, winkt daraufhin natürlich umgehend ein Plattenvertrag und der Bekanntheitsgrad der Gruppe steigt rapide an. So muss sich auch Mastermind Joey fragen, ob der lang ersehnte und ebenso wohlverdiente Erfolg denn nicht ohnehin so ziemlich alles rechtfertigt.


Mit "Suck" liefert das Multitalent Rob Stefaniuk einen Vampirfilm der ganz anderen Art ab, obwohl man ihn keineswegs auf dieses momentan so massentaugliche Genre reduzieren sollte. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine skurrile Mischung aus Road Movie, schwarzer Komödie und einer Verbeugung an die von Stefaniuk so geliebte Rockmusik. Denn die liegt dem Regisseur, Autor und Hauptdarsteller ganz offensichtlich sehr am Herzen, er hat sogar selbst einige Songs zum Soundtrack beigesteuert. Mit viel Liebe zum Detail und nicht ganz ohne Augenzwinkern werden hier die Tücken der Musikindustrie gezeigt, vor allem die Vergänglichkeit von Ruhm, Ehre und nicht zuletzt des Rock `n` Roll selbst sind die zentralen Themen des Films.


Dabei wurde augenscheinlich viel Wert auf die Besetzung gelegt, haben doch einige Größen des Film- und vor allem Musikbusiness ihre Gastauftritte. Neben Alice Coopers’ eher banalen Darstellung des ominösen Barmanns konnte Iggy Pop hingegen in seiner Rolle des  abgehalfterten Musikers und Produzenten brillieren. Überaus unterhaltsam ist der kurze Auftritt von Moby, der hier den rauen Sänger der Band "The Secretaries of Steak" spielt, was für den bekennende Pazifisten und Veganer bestimmt eine Herauforderung war. Malcolm McDowell, der mit seiner Rolle als Soziopath Alex in "A Clockwerk Orange" Filmgeschichte schrieb, verkörpert den Vampirjäger, der an Nyktophobie leidet, mit sehr viel humoristischem Talent. Leider kann man sich als Zuseher allerdings nicht dem Eindruck entziehen dass gerade wegen der Riege an berühmten Gastauftritten an der Qualität des Filmes gespart wurde. Denn trotz der durchaus netten Geschichte, der liebenswerten Charaktere und des ein oder anderen zündenden Gags geht die Formel des Films nicht ganz auf. Dabei darf man der Low Budget-Produktion keineswegs Vorwürfe wegen fehlender Special Effects à la Hollywood machen, jedoch hätte der ein oder andere Dollar mehr in Schnitt und Dialog fließen sollen. Fazit: Eine Mischung aus "Queen of the Dammed" und "Wayne’s World". Funktioniert leider nicht immer, wird aber ganz bestimmt ihre Fans finden.



# # # Maria Capek # # #





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