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Movie-Review: The Veteran (Pandastorm Pictures)

Schon John Rambo hat bewiesen dass man es als heimgekehrter Veteran nicht immer leicht hat. Diese Erfahrung muss auch Robert machen, als ihm in seiner Heimat plötzlich mehr Kugeln um die Ohren fliegen als in Afghanistan.

(C) Pandastorm Pictures / The Veteran / Zum Vergrößern auf das Bild klickenRobert Miller (Toby Kebbel) ist Soldat und gerade vom Einsatz am Hindukusch zurückgekommen Wieder im typisch tristen Regenwetter Englands, weiß er nicht recht wo sein Platz sein soll, desillusioniert und ohne wirklichen Plan beginnt er sein soziales Umfeld wieder aufzubauen, Kontakte zu knüpfen und so eine Aufgabe zu finden. Gar nicht so einfach, denn zusätzlich zu seinem Reintegrationsproblem sieht er sich auch mit massenhaft drogendealenden Kindern konfrontiert. Sie arbeiten für skrupellose Gangster, die die Kontrolle über die Stadt an sich gerissen haben.


Aber was machen gegen zwölfjährige pubertierende Halbstarke die mehr Patronen im Magazin als Haare am Sack haben? Richtig! Ordentlich draufhauen, um den bösartigen Schnellschusskandidaten mal Manieren beizubringen! Doch bald stehen die Hintermänner habt Acht und machen ihm das Leben schwer. Als Robert dann auch noch einen Kerl vom Geheimdienst kennenlernt, kristallisiert sich langsam eine passende Aufgabe für ihn heraus und er tritt den Dienst mit der Waffe in der Hand noch ein letztes Mal an, nur diesmal mitten in seiner Heimatstadt. Schnell entdeckt er dass es hier um viel mehr geht, als der Geheimdienst bisher angenommen hat…


Regisseur Matthew Hope geht in "The Veteran" recht ruhig an die doch eher brisante Thematik heran. Ohne viel Tempo und mit wenig akustischer Untermalung kreiert er eine düstere und stille Atmosphäre, die schwermütig daherkommt und von gesellschaftlichem Pessimismus geprägt ist. Diese generelle dunkle Ruhe wird auch bis zum Ende beibehalten, auf Übertreibungen, wie man sie aus dem Actionkino gewohnt ist, wird hier bewusst verzichtet, nichtsdestotrotz geht es in Sachen Action ordentlich zur Sache, nur springt und hüpft der Protagonist nicht in allen denkbaren erzwungen coolen Posen über die Dächer der Stadt. Eher gemütlich bahnt sich der Kriegsveteran seinen blutigen Weg durch die Reihen der Gegner, ohne auch nur einmal die Ruhe zu verlieren. Diese Kombination aus unspektakulärer Darstellung und gnadenlosem Schusswechsel vermittelt eine gewisse Art der Realität, die Figuren wirken nur all zu menschlich und man wird verschont von hochtrainierten Kampfmaschinen, die halsbrecherische Stunts am laufenden Band abziehen.


Mit äußerster Konsequenz geht Robert gegen die schwerbewaffnete Drogendealerbande vor, mit der gleichen  Härte wird auf ein trostloses und düsteres Ende zugesteuert. Dieses ist deswegen aber keinesfalls langweilig, sondern erhält durch das Durchziehen der stilistischen Mittel eine besondere Wirkung und lässt den Zuseher mit offenem Mund vor dem Bildschirm sitzen. Das war`s jetzt? Genau, das war`s jetzt. Auch gegen Ende bleiben einem herumschnörkelnde Ausschmückungen und Abschweifungen jeglicher Art angenehmerweise erspart.



# # # Christoph Höhl # # #





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