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Movie-Review: Troll Hunter (Universal Pictures)

Als einige Studenten in Norwegen illegale Abschüsse von Bären für ein Filmprojekt untersuchen, bemerken sie einige Ungereimtheiten und schnell wird klar, dass sich in den einsamen nordischen Weiten noch etwas viel Größeres tummeln muss als der gemeine Bruder Petz.

Ein mysteriöser, bärtiger Mann beginnt mit den Studenten zu sprechen und erzählt eine unglaubliche Geschichte, die auch direkt von Asbjørnsen oder Moe stammen könnte. Er sei ein Trolljäger namens Hans und dafür zuständig, abtrünnige Trolle zu erlegen. Die amateurhafte Filmcrew schenkt seinen Aussagen zunächst wenig Glauben, bis er ihr erlaubt ihn bei seiner märchenhaften Arbeit zu filmen und sie kurz darauf von einem waschechten, haushohen Troll beinahe getötet wird. Regisseur André Øvredal holt die alten norwegischen Märchen zurück ins Kino und verpasst ihnen einen pseudorealistischen Anstrich à la "Blair Witch Project".


Sehr gut und augenzwinkernd in Szene gesetzt, begeistern die riesigen Fabelwesen auch lange Zeit nach Peer Gynt und schenken uns einen Filmgenuss der Oberklasse. Auch musikalisch wird viel Wert auf die Mischung zwischen Alt und Neu gelegt, so drücken sich die norwegischen Shooting Stars KVELERTAK und Edvard Griegs "In der Halle des Bergkönigs" aus der Oper "Peer Gynt" die musikalische Klinke in die Hand. "Troll Hunter" ist ein von Anfang an faszinierender und mitreißender Film voll selbstironischer Blicke auf die norwegische Kultur, gespickt mit einigen sarkastischen Seitenhieben auf den Staat. Einfach wunderbar.



# # # Christoph Höhl # # #



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