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Providence 2

Alan Moore lässt den Reporter Robert Black im zweiten Band tiefer in die dunklen Geheimnisse eintauchen, die Neuengland unter der unscheinbaren Oberfläche versteckt hält.

(C) Panini Comics / Providence 2 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenImmer noch versucht Black einen Schicksalsschlag zu verarbeiten, indem er sich in die Arbeit stürzt. Weiß der Leser schon genau, dass ihm diese Arbeitswut und die dabei ans Tageslicht geförderten Ergebnisse alles andere als gut tun werden, begibt sich Black vom Wissensdurst getrieben nach Manchester. Dort angekommen erwartet ihn nicht nur die Bekanntschaft mit einer hochbegabten jungen Studentin, sondern auch seine Vermieterin Miss Macey, die etwas Hexenartiges ausstrahlt. Robert ist sich bald nicht mehr sicher was ein grausiger Traum und was Realität ist, denn die Grenzen zwischen Einbildung und Wirklichkeit verschwimmen immer mehr. Er bespricht seinen bedenklichen Nervenzustand mit der 13-jährigen Studentin Elspeth, doch die Situation läuft aus dem Ruder und Robert beginnt die Existenz von Identität, so wie er sie gekannt hat, zu bezweifeln. In Angst um seine geistige Gesundheit flüchtet Black nach Boston, wo er jedoch mitten in die Gewerkschaftsunruhen gerät, was jedoch sein geringstes Problem sein soll...


Extrem dicht und vollgepackt mit Verweisen auf H. P. Lovecrafts Werk lässt Altmeister Alan Moore  den jungen Robert Black gekonnt und mit viel Gefühl immer weiter ins Verderben laufen, wenn Verderben das Verstehen der dunklen Materie ist, die sich unter der offensichtlichen Oberfläche Neuenglands verborgen hält. Zeichnerisch von Jacen Burrows beeindruckend in Szene gesetzt gerät auch der zweite Band zu einer Gratwanderung zwischen Realität und Einbildung, in der Robert Black immer mehr von seinem Verstand verliert. Vor allem die längeren Passagen mit reinem Text sind es, die gekonnt Tempo aus der Story nehmen und den Leser zwischendurch gleichermaßen Information liefern als auch eine ausgiebige Verschnaufpause bieten, bevor man wieder in den Strudel aus dunkler Masse eintaucht, der Robert Black immer tiefer in sich hineinzieht. Düster, hochintelligent und oft schwer zu verdauen.


 
# # # Christoph Höhl # # #



Publisher: Panini Comics




 


 
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