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Review: FF 1

Die Fantastischen Vier sind Geschichte, jetzt ist die Future Foundation am Zug.

(C) Panini Comics / FF 1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenGevatter Tod ist ein gern gesehener Gast in den unendlichen Weiten des Marvel-Universums. Viele sind bisher über die Klinge gesprungen, nicht wenige sind über kurz oder lang wieder zurückgekehrt. So war es zuletzt bei Captain America und soll, soweit man den Gerüchten glauben darf, dieses Jahr in den USA auch bei Jean "Phoenix" Grey der Fall sein. Bei den Fantastischen Vier mussten wir zuletzt den (selbstverständlich heldenhaften) Tod von Johnny Storm alias Human Torch betrauern, nun steht mit der schlicht "FF" betitelten Serie ein neuer Titel rund um Marvels "First Family" in den Regalen. Mit Jonathan Hickman als Autor und Steve Epting als Zeichner (unterstützt von Barry Kitson) ist jedoch auch beim Kreativteam für Kontinuität gesorgt, die Handlung setzt dort an, wo Band 9 von "Fantastic Four" aufgehört hat.


Die "Fackel" ist tot, die Familie Richards und ihre Freunde tief betroffen. Vor allem Ben Grimm, der sich große Vorwürfe macht, geht der Verlust Johnnys zu Herzen. Dessen letzter Wunsch, so erfahren wir, war es, dass seine Hinterbliebenen weiterhin versuchen sollen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen – und dass mit Spider-Man ein alter Kumpel seinen Platz einnehmen soll. Gesagt, getan: Die Future Foundation, kurz "FF" genannt, wird ins Leben gerufen und präsentiert sich als bunt gemischter Haufen und riesiger Brain Trust. Mit dabei sind etwa der mittlerweile freundliche Dragon Man, Alex von Power Pack, einige intelligenten Moloiden, Bentley 23 und Reeds superschlaue Tochter Valeria. Die hat allerdings bisher ein Geheimnis gehütet, das nun gelüftet wird und dazu führt, dass sich neben Doctor Doom mit dem Wizard, Diablo, dem Denker und einigen anderen ein wahres Who`s Who an Schurken im Baxter Building ein Stelldichein gibt!


Seine Klasse darin, mehrere Handlungsstränge parallel laufen zu lassen und zukünftige Entwicklungen dezent anzudeuten, um sie später dann in einen größeren Zusammenhang zu stellen, hat Hickman schon bewiesen. Der Auftakt der "Future Foundation" steht dem in nichts nach und präsentiert beste Unterhaltung mit einem wahren Staraufgebot an Marvel-Schurken, High-End Wissenschaft, fremden Dimensionen, einer Dosis Soap Opera und dezenter Action. Was dabei be(un)ruhigend ist? Dass man die "Fackel" zu keinem Zeitpunkt der Lektüre vermisst! Dankenswerterweise hat Spidey seinen Part als Komödiant übernommen und auch noch ein sehr cooles neues Kostüm spendiert bekommen. Steve Eptings sehr oldschoolig angehauchter Strich passt perfekt und macht die Angelegenheit auch optisch zum Vergnügen, der bei den US-Ausgaben 4 und 5 eingesprungene Barry Kitson überzeugt ebenfalls. Tolle Lektüre, so (fantastisch) darf`s gerne weitergehen!



# # # Andreas Grabenschweiger # # #





Publisher: Panini Comics





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