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Review: Ga-Rei – Monster in Ketten 1

Feuergötter, Wieseldämonen und Hundegeister – darf's noch etwas mehr sein? Aber (super)natürlich!

(C) Tokyopop / Ga-Rei - Monster in Ketten 1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEndlich hat es der junge Schüler Kensuke Nimura geschafft und geht mit seiner ersten Freundin essen. Doch das Essen geht gehörig daneben, denn er stößt eine wüste Beschimpfung und holt zum Faustschlag direkt neben seinen Schwarm aus. Nanu, haben wir es beim Protagonisten von "Ga-Rei" mit einem Psychopathen zu tun? Das glaubt zumindest die junge Dame und rauscht wütend ab. Tatsächlich war Kensuke aber nur genervt von dem Geist, der neben ihr saß und hat ihm eine verpasst. Er kann nämlich die Seelen von Toten und Dämonen sehen, was ihm natürlich keiner ernsthaft abnehmen würde. Das ist seit seiner Kindheit so und normalerweise kein großes Problem, doch kurz nach der Episode im Restaurant machen einige ekelhafte untote Kinder Jagd auf ihn.


Auf seiner panikartigen Flucht rennt er der hübschen Kagura Tsuchimiya vor den Motorroller, die die Dämonen ebenfalls sehen kann und dankenswerterweise gegen diese vorgeht. Kensuke traut seinen Augen nicht, als sie einen riesigen Dämonen entfesselt, der die bösen Geister frisst. Wie er erfährt, ist sie wie ihre Ahnen durch Ketten an den Hundegeist Shiro gebunden und muss ihm von Zeit zu Zeit Futter verschaffen. Das trifft sich hervorragend mit ihrer Tätigkeit für eine geheime Abeilung für paranormale Erscheinungen innerhalb des Umweltministeriums, in die auch Kensuke schließlich aufgenommen wird. Hier bereitet man sich auf die entscheidende Schlacht gegen die mächtige Yomi vor, die vor ihrem Tod eine der Top-Agentinnen der Organisation war.


Man könnte fast glauben, dass es sich beim Auftakt von "Ga-Rei – Monster in Ketten" um einen Schnellkurs in japanischer Mythologie handelt, so zahlreich werden einem diverse Ungeheuer um die Ohren gehauen. Die Lehrstunde ist nichtsdestotrotz sehr vergnüglich geraten, dank Hajime Segawas Umgang mit dem Stift machen Shiro und seine Geisterkollegen auch grafisch was her. Die unvermeidlichen Romantik- und Comedy-Ausflüge (besonders die Sammlung der "rausgeschnittenen" Szenen am Ende des Bands) komplettieren den schmackhaften Mystery-Mix. Bleibt nur die Frage, ob die Spannung auch bis zum sechsten und letzten Band aufrechterhalten werden kann, wenn jetzt schon so viele Geheimnisse gelüftet werden.



# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Tokyopop





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