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Serien-Review: Zombie-Loan Gesamtausgabe (Kazé)

Wie dieser Anime zeigt, können Zombies nicht nur für Filmemacher eine lukrative Einnahmequelle sein, sondern auch für ihresgleichen.

(C) Kazé / Zombie-Loan Gesamtausgabe / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWährend die zweite Season der TV-Adaption von "The Walking Dead", Robert Kirkmans gleichnamigem Survival-Comic-Dauerbrenner, in unseren Breiten angelaufen und die erste soeben auf DVD erschienen ist, schickt auch Kazé allerlei Untote ins Rennen um die Gunst der Käufer. Im Land der aufgehenden Sonne dürften allerdings nicht alle Walker bösartig sein, zumindest wenn man dem 13-teiligen Anime zur Serie von Peach-Pit folgt. Die beiden Schüler Chika und Shito sind zwei von der gutartigen Sorte und seit einem Unfalltod durch zwei vertauschte und falsch angenähte Hände, mit denen sie mächtige Waffen formen können, Partner wider Willen. Gemeinsam machen sie im Auftrag der Firma Z-Loan Jagd auf illegale Zombies, durch deren Vernichtung sie ihre Schulden zurückzahlen, um eines Tages wieder normale Menschen werden zu können.


Ihre neueste Partnerin ist die schüchterne Brillenschlange Michiru, die sie zu ihrem persönlichen Dienstmädchen ernennen und für ihre Zwecke einspannen. Die tollpatschige Schülerin verfügt nämlich über den Blick des Shinigami (Todesgott), mit dem sie Zombies und Menschen, die bald sterben werden, an den Ringen um ihren Hals erkennen kann. Da sie kurz vor ihrem eigenen Tod von Chika und Shito gerettet wird, muss sie nun ihre Schulden bei ihnen abarbeiten. Und zu tun gibt es eine ganze Menge: Nicht nur eine auf Mädchenkörper spezialisierte Kannibalin, sondern auch ein psychopathischer Mörder mit Internet-Fangemeinde und eine japanische Version von Dr. Heribert West, die das Gesetz der Unsterblichkeit herausfinden will, warten darauf in die Schranken gewiesen zu werden!


Freunde der lockeren Unterhaltung japanischer Machart werden mit "Zombie-Loan" sicher gut bedient, denn trotz des düsteren Grundmotivs überwiegen Humor und Slapstick-Einlagen. Besonders interessant sind die in die Handlung eingebauten Exkurse in die Gefilde von Philosophie und Religion westlicher Prägung, wenn über Leben und Tod nachgedacht wird oder mal eben die Kabbala für die Lösung eines Zahlenrätsels herhalten muss. Leider wartet nach den 13 Episoden ein Cliffhanger auf den Zuseher, der bis zum heutigen Tag nicht aufgelöst worden ist. Offene Enden, an die man anknüpfen könnte, gäbe es durchaus, so wird etwa auf das ruchlose Alter Ego der sympathischen Koyomi, das Michiru mehrmals in sexuelle Bedrängnis bringt, nach einer Weile nicht mehr eingegangen. Wer das verkraften kann und auf einen kurzweiligen und solide animierten Spaß aus ist, kann aber nichts falsch machen.



# # # Andreas Grabenschweiger # # #





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