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Sherlock Holmes 33

Einmal mehr zwingt die fragile Gesundheit den berühmten Detektiv zu einer Auszeit an der Küste.

(C) Titania Medien / Sherlock Holmes 33 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEiner der größten Feinde von Sherlock Holmes ist seine eigene Gesundheit, die immer wieder große Probleme bereitet, wenn ein neuer Fall ihm alles abverlangt. Um seinen Körper wieder regenerieren zu können, wird ein erneuter Aufenthalt an der Küste notwendig. Die frische Seeluft soll die erhoffte Linderung herbeiführen. Tatsächlich erholt sich Holmes erstaunlich schnell, doch es stellt sich ein unerwünschter Nebeneffekt ein, sein gewaltiger Intellekt ist unterfordert und lechzt nach einer neuen Aufgabe.


So ist es kaum verwunderlich, dass sich Holmes geradezu auf das Rätsel des grauen Hauses stürzt, als er von einer Urlaubsbekanntschaft davon erfährt. Gleich mehrere ungelöste Mordfälle haben sich in dem abgeschiedenen Landhaus ereignet und die Familie der Montessons ins Unglück gestürzt. Seither wird das Anwesen gemieden und sich selbst überlassen. Die örtliche Bevölkerung ist sich sicher, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Holmes ist fest entschlossen, das Gegenteil zu beweisen und die Mordfälle zu klären.


"Das graue Haus" ist seit längerer Zeit wieder einmal eine Erzählung, die nicht von Arthur Conan Doyle verfasst wurde, aber keinesfalls den Vergleich mit dessen Originalgeschichten scheuen muss. Allerdings ist "Das graue Haus" noch in einer anderen Hinsicht eine Besonderheit innerhalb der Serie, denn sie bewegt sich in einer inhaltlichen Grauzone zwischen Kriminalgeschichte und Phantastik. Ganz langsam und zunächst unscheinbar schleicht sich das Mysteriöse und Unwirkliche in die englische Seeidylle, aus einer gemütlichen Kutschpartie erwächst ein geheimnisvoller Kriminalfall, der, je mehr Details bekannt werden, immer bedrohlicher und beängstigender anmutet.


Genauso unmerklich steigt die Spannungskurve an, die ihren Höhepunkt erreicht, wenn Sherlock Holmes und Dr. Watson beschließen, eine Nacht in dem Haus zu verbringen, um ihm sein dunkles Geheimnis zu entreißen. Tatsächlich gelingt es recht mühelos, die Spannung aufrechtzuerhalten und zu verbergen, wer hinter den grauenvollen Morden steckt. Der Autor schafft es, die Hörer auf einige falsche Fährten zu setzen, indem er in die Dialoge geschickt Hinweise auf andere literarische Vorbilder dieser Geschichte einfließen lässt. Musik und Geräusche tun schnell ein Übriges, um den Hörer in die rechte Stimmung für diese dunkle und absonderliche Kriminalgeschichte zu versetzen.


Präsentierten sich einige der ersten Folgen, die nicht aus der Feder von Arthur Conan Doyle stammten, noch als eher langatmige Angelegenheit, so erwartet den Rezipienten hier ein unterhaltsamer und stimmig inszenierter Fall, der den berühmten Detektiv auf ungewohntem Terrain präsentiert. Im Gegensatz zu einigen anderen Geschichten um Sherlock Holmes kommt man in diesem Fall mit gerade einmal vier Sprechern aus, was aber vollkommen ausreicht, um diesen ungewöhnlichen und sehr stimmungsvollen Fall ansprechend umzusetzen.


Joachim Tennstedt übernimmt wieder die Rolle des Londoner Spürhundes, der auch den kniffligsten Fall zu lösen vermag. An seiner Seite ist wie gewohnt Detlef Bierstedt zu hören, der sich in so manchem Dialog mit seinem Gegenüber die Bälle zuwirft. Zusammen sind die beiden mittlerweile ein eingespieltes Team, was man nicht wenigen Szenen anhören kann. Ergänzt wir der Cast durch Michael Che-Koch und Bruno Winzen, die als Dr. Freemantle und Mr. Montesson zu hören sind. Beide sind ebenfalls mit großem Eifer bei der Sache und machen die 33. Episode in inhaltlicher und sprachlicher Hinsicht zu einem weiteren kleinen Highlight dieser liebevoll gestalteten Serie um den wohl größten Detektiv des Planeten.


 
# # # Justus Baier # # #



Publisher: Titania Medien




 


 
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