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Usagi Yojimbo 11

Egal ob winterlicher Frost oder sommerliche Hitze: Ein Samurai muss stets auf alles gefasst sein.

(C) Dantes Verlag / Usagi Yojimbo 11 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenOffenbar ist es Josua "Josch" Dantes, dem ungemein sympathischen Einzelkämpfer der deutschen Comic-Landschaft, gelungen, Stan Sakais langohrigen Helden genug Lesern schmackhaft zu machen, um eine Fortsetzung der ambitionierten Veröffentlichung zu gewährleisten. Während sich die seit vielen Jahren für deutschsprachige Fans schmerzliche Lücke in der chronologischen Veröffentlichung von "Usagi Yojimbo" langsam aber stetig zu schließen beginnt, wird mit dem elften Sammelband weiteres, hierzulande bisher noch unbekanntes erzählerisches Terrain betreten.


In "Jahreszeiten" spielt, wie der Titel schon nahelegt, die Natur eine wesentliche Rolle im Geschehen rund um den durch Japan ziehenden Ronin, der zwar keinen Ärger sucht, aber sich angesichts angedrohter Gewalt nie als Hasenfuß erweist. Einmal mehr sind die Geschichten, im US-Original 1996/97 in den Ausgaben 7-12 der dritten Serie sowie dem vierten "Usagi Yojimbo Color Special" bei Dark Horse erschienen, als ebenso vielfältig in ihrem Charakter wie die verschiedenen Jahreszeiten, die dem herrenlosen Samurai ebenso feindlich oder wohlgesonnen sein können wie die Menschen, auf die er trifft.


Während es Usagi im harschen Winter mit letzter Kraft schafft, einen tödlich verwundeten Händler nach einem Überfall in Sicherheit zu bringen und anschließend feststellt, dass seine Begleiterin längst verstorben ist, lassen Frühling und Sommer nicht nur die Wiesen des einstigen Schlachtfelds von Adachigahara erblühen, sondern auch politische Intrigen. Immer wieder sieht sich Usagi mit dem Versuch aufrührerischer Kräfte konfrontiert, sich gegen die herrschende Ordnung zu erheben, und findet sich mitunter zwar zwischen den Fronten wieder, aber nie auf der Seite von Verrat und falschem Spiel.


Wie üblich gibt es auch diesmal Kapitel, in denen unser Langohr keine Rolle spielt, und die trotzdem hervorragend in den Kontext passen als Ebenbild der Natur, als Spiegelung von kraftvollem Wachsen und unvermeidlichem Niedergang. Die Story über einen General, der seine Schwerter sozusagen zu Pflugscharen umschiedet und einen neuen Sinn im Leben findet, könnte dabei nicht gegensätzlicher sein als jenes über das erneute Auftauchen des myseriösen Jei. Spannend erzählt, wunderbar bebildert und vollgestopft mit jeder Menge Recherche über japanische Kultur und Geschichte, die Sakai-san wieder gerne mit den Lesern teilt.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Dantes Verlag




 


 
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