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A PERFECT CIRCLE - eMOTIVe

Virgin/EMI


A PERFECT CIRCLE emotive (c) Virgin/EMI / Zum Vergrößern auf das Bild klickenLeider nicht mehr ganz rechtzeitig schaffte es das neueste Opus aus dem Hause A PERFECT CIRCLE ins Büro des SLAM-Zine, um noch in der letzten Ausgabe besprochen zu werden. Folglich wirkt die Plattenkritik in dieser Ausgabe etwas aus dem Kontext gegriffen. Und der Kontext spielt bei dieser Scheibe wohl die ausschlaggebende Rolle. Eine Kollektion von Songs über "War, Peace, Love and Greed" soll es sein, und die ursprünglich zugedachte Funktion war das "Wachrütteln" der Wähler vor den letzten Präsidentschaftswahlen in den USA. Auf "eMOTIVe" greift sich Chef-Anarchist Keenan einige der wohl bekanntesten Protesthymnen des letzten Jahrhunderts und drückt ihnen den Stempel "APC" auf. Allerdings drückt er dabei so fest zu, dass von den ursprünglichen Songs außer Text nicht viel übrig bleibt. Mit Cover-Songs ist das so eine Sache, und mit Künstlern wie John Lennon, Marvin Gaye oder Elvis Costello haben sich APC nicht gerade wenig vorgenommen. Songs eben genannter Größen sind nicht gerade deswegen so berühmt, weil sie sich so gut covern lassen, sondern weil es sich um zeitlose Meisterwerke des Songwritings handelt. Wenn nun eine Band wie APC daran schreitet, solche Songs zu covern, ist das Ergebnis natürlicherweise beeindruckend, hinterlässt aber einen etwas seltsamen Nachgeschmack. Während Keenan & Co Stücken wie Lennons "Imagine" quasi neues Leben einhauchen, wirken manche Tracks geradezu entstellt durchs feine Operationsbesteck von APC. Aus "Gimme Gimme Gimme" von BLACK FLAG schuf man ein beängstigendes Monstrum von Song, DEPECHE MODEs "People Are People" wirkt verzerrt und unzugänglich und von "Peace Love And Understanding" gibt es definitiv schönere Versionen. Auch der Grundtenor des Albums erscheint mir bewusst schwermütig und streckenweise sogar schleppend gehalten. "Passive", der erste von zwei Tracks auf eMOTIVe, die ausschließlich aus der Feder von APC stammen, stellt eine Hommage an die Band dar, wie man sie kennt, und als man "Counting Bodies..." schrieb, hat man eindeutig zuviel Zeit mit Danny Lohner von den NIN verbracht. Es ist ein Album von hohem Niveau, nur sollte eine Band, in der eine dermaßen hohe Konzentration an Genie und Talent steckt, auf ihrem Weg Pfade beschreiten, auf denen vorher noch niemand gewandelt ist.
www.aperfectcircle.com
Michael Komjati
 
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