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After.Life (Koch Media)

Ist das das Leben nach dem Tod oder die Hölle?

(C) Koch Media / After.Life / Zum Vergrößern auf das Bild klickenNach einem Autounfall wacht die junge Vorstadtlehrerin Anna Taylor auf dem Obduktionstisch des örtlichen Bestattungsinstituts auf. Ihre Frage was mit ihr passiert sei, beantwortet der Inhaber des Instituts, Eliot Deacon, wie folgt: "Du bist tot. Du bist gestorben." Verängstigt und verwirrt zweifelt Anna zu Beginn noch an seinen Worten, doch nach und nach beginnt sie zu glauben, dass sie tatsächlich nicht mehr lebt und Deacon ihr nur helfen will, sie auf den Tod und ihren letzten großen Auftritt vorzubereiten – ihre eigene Beerdigung.


Regisseurin Agnieszka Wojtowicz-Vosloos` Grundidee ist gar nicht schlecht: Ein schauriges Drehbuch mit einer zündenden Idee in einen Mystery-Schocker zu verpacken, bei dem sowohl Ästhetik als auch Gänsehautfaktor nicht zu kurz kommen sollten. Nun ja, zumindest eines der Vorhaben hat funktioniert, denn nett anzusehen ist der Film allemal. Allerdings war es das dann auch schon. Klischeehafte und lieblos gezeichnete Charaktere wälzen sich durch klischeehafte und lieblos gezeichnete Szenen und führen dabei auch noch belanglose Dialoge. Wirklich störend sind aber vor allem die vielen Storystränge, die schlicht und ergreifend ins Nichts führen. Der berühmte Aha-Effekt à la "The Sixth Sense", der so manch dahinkränkelnden Film retten konnte, bleibt in dem Fall aus und lässt den Seher lediglich bestenfalls verstört oder verärgert zurück. Auch die Schauspielriege, die aus zumindest drei namhaften Hollywood-Vertretern besteht, kann nicht überzeugen.


Christina Ricci setzt ihren "Wednesday Addams"-Blick in Szene und verlässt sich darauf, dass der Zuseher ohnehin nicht darauf achten wird. Egal ob Anna Wut, Verzweiflung oder Angst verspürt, die großen braunen Kulleraugen starren in die Kamera als gäbe es kein Morgen mehr. Zu ihrer Verteidigung muss man allerdings sagen, dass die Mimik der Schauspielerin in diesem Fall ohnehin zu vernachlässigen ist, räkelt sie sich doch die meiste Zeit halb beziehungsweise völlig nackt durch die Szenen. Das gefällt den männlichen Zuschauern vermutlich ausnehmend gut, trägt aber schlichtweg nichts zur flachen Story bei.


Justin Long spielt wie so oft den leicht trotteligen Liebenden und das macht er wie so oft ganz passabel. Schade nur, dass (nicht nur seine) Rolle völlig unmotiviert und belanglos ist, kann sie der Geschichte schließlich nicht viel beisteuern außer ein verheultes Gesicht in Großaufnahme. Das große Rätsel aber ist, warum der großartige und wundervolle Liam Neeson sein Talent für diese abstrusen 104 Filmminuten hergegeben hat. Zwar kann er dem motivationslosen, irren Leichenbestatter zumindest ein wenig Leben einhauchen, aber bekanntlich nützt ein Tropfen auf dem heißen Stein reichlich wenig. "After.Life" verdient es zwar nicht unbedingt als "grottenschlecht" tituliert zu werden, das Prädikat "ärgerlich" muss er sich aber allemal umhängen lassen. Aus einer interessanten und spannenden Idee ein nicht nachvollziehbares, schlecht gespieltes und belangloses Fiasko zu machen, ist zwar auch eine Kunst, aber leider keine sehenswerte. Schade! Aber vielleicht nimmt sich ja mal jemand anderer des Stoffes an.



# # # Maria Capek # # #





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