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ALICE IN CHAINS - The Devil Put Dinosaurs Here

Universal

(C) Universal Music / ALICE IN CHAINS - The Devil Put Dinosaurs Here / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEin altersschwacher Rock-Dinosaurier ist nicht gerade das, was einem in den Sinn kommt, wenn man die neue ALICE IN CHAINS Scheibe auflegt. Im Gegenteil, was hier auf einen zurollt gleicht eher einem hungrigen Tyrannosaurus rex. Gleich die ersten drei Songs, "Hollow", "Pretty Done" und "Stone", verschmelzen beinahe zu einer furios einleitenden Trilogie. Jerry Cantrells und William DuValls dröhnende Gitarren, Mike Inez` verzerrter Bass, Sean Kinneys wuchtige Drums und der zweistimmige Gesang von Cantrell und DuVall – willkommen zurück im ALICE IN CHAINS Universum! Vier Jahre nach "Black Gives Way To Blue" erscheint nun das zweite Album in der neuen Besetzung mit William DuVall an Gesang und Gitarre, der sich mittlerweile gut ins Bandgefüge integriert hat. Wie uns Mike Inez im Interview erzählte, ist "The Devil Put Dinosaurs Here" mehr ein Gemeinschaftswerk geworden, ein richtiges Bandalbum, während das Vorgängerwerk noch sehr unter dem Geist des 2002 verstorbenen Layne Staley stand. Der Großteil der Kompositionen entstammt wieder der Feder von Jerry Cantrell oder entstand in Zusammenarbeit mit Inez und Kinney. Einzig bei "Phantom Limb" zeigt sich DuVall federführend, ein starker und heavy Song, der sich bestens ins Album einfügt. Ruhepausen bietet "The Devil Put Dinosaurs Here" nur wenige, etwa das auf Akustikgitarren basierende "Voices", ein Song, der auch aus der Layne Staley Phase stammen könnte und mit seinem eingängigen Refrain den vermutlich hitverdächtigsten Song des Albums repräsentiert. Auch wenn die meisten Songs den typischen ALICE IN CHAINS Sound aufweisen, abermals fett produziert von Nick Raskulinecz, fließen auf dem neuen Werk auch viele klassische Heavy Rock- und Metal-Motive ein, ganz im Stile von Rockheroen wie METALLICA, BLACK SABBATH oder auch GUNS N` ROSES ("Choke"). ALICE IN CHAINS erfinden mit "The Devil Put Dinosaurs Here" das (Rock-)Rad nicht unbedingt neu, und ein wenig stilistische Vielfalt und Abwechslung hätte sicher nicht geschadet, dafür klingt das Album wuchtig und wie aus einem Guss und kann mit den Frühwerken der Band locker mithalten.


www.aliceinchains.com
Stephan Brueckler (8,5)
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