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Alix Gesamtausgabe 2

Egal wohin unser junger Held reist, Gefahren für Leib und Leben sind nicht weit entfernt.

Alix Gesamtausgabe 2Wie auch schon im Auftaktband zum frankobelgischen Klassiker "Alix" gibt es zunächst weitere aufschlussreiche Einblicke in die Biografie von Jacques Martin, die unter anderem von Auszügen seines frühen Schaffens flankiert werden, anschließend folgt mit "Die Gladiatoren" (2017, im Original "Les Gladiateurs") erneut ein Eintrag aus der Reihe "Les Voyages d`Alix". Zur Einführung des Historikers Éric Tressier in die Welt jener Kämpfer, die das Bild des antiken Roms, wie wir es kennen, unzweifelhaft mitgeprägt haben, gesellt sich neben Fotos das Artwork von Marco Venanzi – einem jener kreativen Geister, die das Werk Martins nach dessen Tod fortsetzten (bis die Gesamtausgabe zu den von ihm mitgestalteten Erzählungen kommt, dauert es allerdings noch eine Weile).


Die drei diesmal abgedruckten Geschichten umfassen Material, das zunächst in Fortsetzungen in "Tintin" und später in Albumform erschien, wobei es zwischendurch zu einer längeren Pause und einem Verlagswechsel kam: Während "La Tiare d`Oribal" (1955/56) und "La Griffe noire" (1957-1959) in gesammelter Form 1958 respektive 1959 noch bei Le Lombard veröffentlicht wurden, dockte Martin mit "Les Légiones perdues" (1962/63) bei Casterman an, wo die Serie bis zum heutigen Tag beheimatet ist. Zunächst gibt es in "Die Tiara des Oribal" ein wenig erfreuliches Wiedersehen mit Arbaces, der die letzte Begegnung überlebt hat, nun als Großwesir auftaucht und dem rechtmäßigen König, den Alix begleitet, die Herrschaft streitig macht (der den Band einleitende Abschnitt erteilt übrigens Auskunft, ob der intrigante Grieche zu einer Art Stehaufmännchen und Dauerwidersacher mutiert).


Anschließend folgt mit "Die schwarze Kralle" ein Abenteuer, das seinen Anfang in einem weiteren der zahlreichen geschichtsträchtigen Orte der Antike nimmt, welche Alix im Verlauf seiner Comic-Karriere besucht: Pompeji. Unter mehreren Honoratioren der Stadt geht der sogenannte Fluch von Icara um, wobei es sich dabei nicht um Hexenzauber handelt, sondern die Rache an jenen Männern, die viele Jahre zuvor durch eine Kette von Missverständnissen eine Stadt nahe Karthagos ausgelöscht haben. Die titelgebende Waffe führt zur Lähmung und schließlich zum Tod – als er durch eine Unachtsamkeit einen unschuldigen Jungen in Gefahr bringt, reist Alix zusammen mit dem Sklaven Servio in dessen Heimatdorf, um ein Gegengift zu besorgen. Wenig überraschend haben gewisse Personen ein Interesse daran, dass er nicht lebend von seiner Mission zurückkehrt.


Die dritte Geschichte im Bunde greift Alix` Herkunft auf, als er in eine Verschwörung verwickelt wird. Pompeius will die Gallier mit dem Schwert des Brennus, der 387 v. Chr. Rom angegriffen und der Stadt ein stattliches Lösegeld abgepresst hatte, im Kampf gegen seinen Gegenspieler Cäsar vereinen. Nachdem er den Verdacht entkräften kann, selbst ein Verräter zu sein, macht sich Alix mit dem Zenturio Galva und Enak (der hauptsächlich die Rolle als eine Art "damsel in distress" zu erfüllen hat) auf die beschwerliche Reise, um die Klinge an sich zu bringen. Ohne an dieser Stelle zu viel verraten zu wollen, symbolisiert das mehrmalige Auftauchen gewisser tierischer Helfer wohl deutlich den "römischen" Charakter des als Galliers geborenen Alix. Wiederum eine tolle und auch faktenreiche Lektüre, die auch eine Handvoll Patzer im Lektorat nicht zu trüben vermag.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Kult Comics


 

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artikel closer s145 pc6© SLAM Media

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