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Aposimz – Land der Puppen 1

Gemeinsam mit seiner neuen Verbündeten macht sich Esrō auf, um den Machthabern des Planeten einen Riegel vorzuschieben.

(C) Cross Cult Verlag / Aposimz – Land der Puppen 1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenManga Cult, das unlängst aus der Taufe gehobene Manga-Sublabel des Cross Cult Verlags, hat neben der toll aufgemachten Neuauflage seines bekanntesten Werks "BLAME!" nun auch die neueste Schöpfung von Tsutomu Nihei in die hiesigen Verkaufsregale gebracht. Bei "Aposimz – Land der Puppen", das im japanischen Original 2017 startete, handelt es sich – wie könnte es anders sein – um ein weiteres, wenig einladendes dystopisches Szenario. Auf der eisigen Oberfläche des namensgebenden Planeten fristen die Menschen seit einem verlorenen Krieg ein kümmerliches Dasein, das von knappen Ressourcen und der gefährlichen Puppenkrankheit geprägt ist.


Die Verwandlung in eine Puppe, wie die Cyborgs genannt werden, kann aber auch ihre Vorteile haben. Das lernt Esrō auf dramatische Art, nachdem nur er einen Angriff der Schergen des Regimes von Ribedoa knapp überlebt und die Bekanntschaft von Titania gemacht hat. Bei ihr handelt es sich um einen Automaton, der ihn in eine sogenannte Normpuppe verwandeln kann, mit deren Fähigkeiten es nun gilt, den Machenschaften des Imperators Einhalt zu gebieten. Dieser versucht nämlich, den bisher von einer undurchdringbaren Megastruktur geschützten Kern des Planeten zu erreichen, um ihn komplett zu unterjochen. Und Titania, die nun Esrō begleitet, soll dabei eine wesentliche Rolle spielen.


Kein Zweifel, Tsutomu Nihei hält sich nicht mit Einleitungen auf, sondern wirft seine Leser sogleich mitten ins Geschehen und dabei auch mit allerlei Fachbegriffen der Welt von Aposimz um sich. Wer zunächst Bahnhof versteht, braucht sich aber keine Sorgen zu machen, denn Erklärungen werden zwischen den Actionszenen eingeschoben. Der Zeichenstil ist für Manga-Verhältnisse geradezu reduziert ausgefallen, Linien werden oft nur angedeutet, was der Optik mitunter eine Zerrissenheit und Fragilität verleiht, die aber sehr gut zu der geschilderten unwirtlichen und gefährlichen Atmosphäre passt. Insgesamt ein vielversprechender Auftakt, dem Manga Cult in der ersten Auflage übrigens eine schicke Sammelkarte spendiert hat.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Cross Cult Verlag




 


 

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