SLAM Logo
© SLAM Media
SLAM #110 mit Interviews und Storys zu HAYLEY WILLIAMS +++ TERRORGRUPPE +++ HANK VON HELL +++ MERCYFUL FATE +++ EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN +++ PRIMAL FEAR +++ THE GHOST INSIDE +++ DANCE GAVIN DANCE +++ u.v.m. +++ plus CD mit 11 Tracks! Jetzt am Kiosk!

Ascender 1

Die Fortsetzung von "Descender" dreht den Spieß um und stellt statt der Technik die Magie in den Mittelpunkt einer ganz und gar nicht schönen neuen Welt.

(C) Splitter Verlag / Ascender 1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWenn wir einmal von Superhelden absehen, vergehen im Comic zehn Jahre meistens schneller als in der realen Zeit. Das ist auch gut so, denn sonst hätten wir verdammt lange auf die Fortsetzung von "Descender" warten müssen, die nur wenige Monate nach deren Abschluss auch hierzulande vorliegt. Darin präsentiert das dynamische Kreativduo aus Autor Jeff Lemire und Illustratur Dustin Nguyen zwar ein um 180 Grad gedrehtes Szenario, was die Rolle von Robotern darstellt, liefert gleichzeitig aber auch viele Anknüpfungspunkte, was bekannte Charaktere betrifft. Nicht mehr Technik, sondern Magie ist das Ding der Stunde, und die Tage der wenigen noch verbliebenen UGC-Rebellen samt ihrer Raumschiffe und Waffen scheinen gezählt.


Maschinen sind in der Welt, wie sich in "Ascender" darstellt, nämlich gar nicht gerne gesehen und werden von der scheinbar omnipräsenten Mutter und ihren vampirischen Untergebenen allerorten zur Strecke gebracht. Kopfzerbrechen bereitet der unfreundlichen Dame lediglich eine Prophezeiung, nach der ihr ein "Hund mit Rückwärtszunge" zum Verhängnis werden könnte. Der taucht plötzlich auf dem Planeten Sampson auf, ist ein Roboter namens Bandit und nicht nur ein alter Bekannter geneigter "Descender"-Leser, sondern auch von Andy. Er hat mittlerweile eine eigenwillige Tochter namens Mila und muss sich schleunigst aus dem Staub machen, als der vierbeinige Kumpel mit der bekanntlich limitierten Sprachausgabe die Aufmerksamkeit der Ohren und Augen von Mutter erregt. Hilfe könnte von Telsa kommen, doch die ist möglicherweise weder Willens noch alkoholbedingt in der Lage, diese zu leisten…


Im Gegensatz zu Bandits bisher unbekannten Fähigkeiten dürfte es keine allzu große Überraschung sein, dass "Ascender" den von der Vorgängerserie eingeschlagenen Weg in qualitativer Hinsicht konsequent weitergeht. Das von Science-Fiction auf Fantasy umgeschwenkte Setting ist nur oberflächlich ein anderes, denn was sowohl die Verbindung zu "Descender" in inhaltlicher Weise herstellt als auch dessen Kernkompetenz fortführt, sind die Figuren und ihre nur allzu menschlichen Grundzüge – und die schimmern sowohl durch den kalten Stahl eines Roboters als auch die fahle Haut eines Blutsaugers. Dustin Nguyen gießt die unfreiwillige Reise, in die Jeff Lemire die junge Mila versetzt, einmal mehr in fantastische Bilder, die von süßen, fuchsartigen Tierchen bis hin zu einer fliegenden Riesenschildkröte alles umfassen, was das Auge erfreut. Klare Sache: Alle vorhandenen Daumen hoch!


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Splitter Verlag




 


 
Das gefällt mir! Weiter-tweeten
Die Besatzung der Skyclad, die Kintaru verlassen muss, sieht einer düstern Zukunft entgegen. In den Weiten des Alls erwartet sie nichts als der Tod.
Wer verschiedenste illustre Monster aus der japanischen Sagenwelt kennenlernen will, ist bei Stan Sakais (meistens) furchtlosem Hasen-Ronin wie so oft an der richtigen Adresse.
Die drei Fragezeichen staunen nicht schlecht, als sie von Wally Robertson kontaktiert werden. Der berühmte Stuntman braucht ihre Hilfe.
Der ewige Erzfeind des Dunklen Ritters wird in gleich zwei herausragenden Storys in Szene gesetzt.
Passend zum Film gibt es für Leseratten den umfangreichen Sammelband, in dem sich die Titelheldin im Musikgeschäft einen Namen aufbaut.
Als ein Gelehrter des viktorianischen Zeitalters eine Möglichkeit zur Zeitreise entdeckt, hebt er damit die Welt aus den Angeln. Die Begeisterung ist schnell verflogen, denn er berichtet von einer düsteren Zukunft der Menschheit.
Rock Classics
Facebook Twitter