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Batman – Die Chroniken des Dunklen Ritters 10

Das erste Jahr Batmans als Verbrecherjäger, wie es sich Frank Miller und David Mazzucchelli vorstellten, besteht den Test der Zeit weiterhin glänzend.
Batman - Die Chroniken des Dunklen Ritters 10
© Hachette

In einer Batman-Sammelreihe, die neben Highlights jüngeren Datums auch die ganz großen Klassiker zu berücksichtigen hat, durfte natürlich Frank Millers Glanzstück „The Dark Knight Returns“ nicht fehlen und markierte den Auftaktband. Nicht minder wichtig im Fledermaus-Kanon ist „Batman: Year One“, für dessen Aufnahme in die Kollektion es ebenso starke Argumente gibt, angefangen bei der Tatsache, dass Miller erneut seinen kongenialen Kreativpartner an Bord brachte, mit dem er kurz zuvor für die Konkurrenz von Marvel das Daredevil-Opus „Born Again“ geschaffen hatte: David Mazzucchellis reduzierter Stil kommt für die Darstellung der bedrückten Atmosphäre, die in Gotham City herrscht, perfekt zur Geltung.


Auch die Arbeit von Richmond Lewis verdient höchste Anerkennung, schließlich trägt seine Kolorierung maßgeblich dazu bei, das Artwork bestmöglich in Szene zu setzen und mit vielen Grau- und Sepiatönen die Halbwelt aus Verbrechen und Korruption abzubilden, mit denen sich zwei Rückkehrer in der Stadt konfrontiert sehen: Einerseits tritt Lieutenant James Gordon in den Dienst der örtlichen Polizei und andererseits macht Bruce Wayne seine ersten Schritte als maskierter Vigilant. Beiden gemein ist, dass sie sich hier noch nicht als Verbündete gegenüberstehen, während sich der gemeinsame Gegner längst in den Reihen des GCPD eingenistet hat und Störungen der einträglichen Geschäfte mit entsprechender Härte ahndet.


Da der Vierteiler in „Batman“ 404-407 erschien und somit nicht wie ursprünglich von Miller geplant als eigenständige Veröffentlichung, konnte er seinen Batman hier nicht so harte Bandagen anlegen lassen. Die vergleichsweise reduzierte Gewalt schwächt die Erzählung aber keinesfalls ab, sondern lässt spürbar mehr Raum für Zwischentöne, die in „The Dark Knight Returns“ nicht so stark zur Geltung kommen und oft hinter etwas zu viel Text verschwinden. „Year One“ funktioniert daher nicht nur als Verortung der Motivation des Dunklen Ritters am holprigen Beginn seiner Karriere, sondern in gleichem Maße auch jener von Gordon – und beide kommen hier mit all ihren Schwächen, sprich sehr menschlich rüber, was wesentlich dazu beiträgt, dass die Story immer noch eine tolle Lektüre abgibt.
 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #
 

Publisher: Hachette

 

Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.der-dunkle-ritter.de.
 

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artikel closer s145 pc6© SLAM Media

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