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Batman – Die Chroniken des Dunklen Ritters 11

Harte Schale, umfangreicher Kern!
Batman - Die Chroniken des Dunklen Ritters 11
© Hachette

Wäre Hachette nicht wie jedes andere Unternehmen auch den Gesetzen des Markts unterworfen, ließe sich glatt annehmen, dass wir es hier mit ausgewachsener Philanthropie zu tun haben. Anders lässt sich nämlich schwer erklären, dass die vorliegende Ausgabe der Bat-Chroniken ein weiterer umfangreicher Eintrag geworden ist, der zum selben Preis den Inhalt gleich zweier Bände aus der vor einigen Jahren erschienenen Sammelreihe von Eaglemoss bietet – das Ganze wohlgemerkt ohne die damals geradezu chronisch aufgetretenen Patzer beim Lektorat, dafür aber mit allen Covers und obendrauf einer zusätzlichen Titelbildgalerie von Andy Kubert.


Besagter Starzeichner lieferte anno 2006 das wie immer famose Artwork zum Auftakt von Grant Morrisons jahrelanger Autorenstrecke in „Batman“ 655, das gleich eine veritable Bombe platzen ließ: Aufbauend auf der sogenannten „Demon Trilogy“ aus „Elseworlds“-Gefilden, die uns Hachette passenderweise im nächsten Band servieren wird, stellte hier Talia al Ghul dem verdutzen Bruce Wayne den gemeinsamen Sohn vor, der seine ersten Lebensjahre von der League of Assassins trainiert worden war. Während sich sein Vater gleichzeitig mit durch das Man-Bat-Serum mutierten Riesenfledermäusen herumplagen muss, terrorisiert Damian Wayne Maynor samt Alfred und Tim Drake.


Die Variation des stets präsenten Vater-Sohn-Konflikts zwischen Batman und den diversen Robins durch einen tatsächlichen Sprössling macht höllischen Spaß, aber nur einen Teil der hier versammelten Storys aus. Weiter geht es nämlich (nach einem kleinen Sprung) mit dem als illustrierter Kurzgeschichte in Textform gehaltenen Ausgabe 663, bevor es der Dunkle Ritter zuerst mit seinen ganz eigenen drei Geistern (in Form von der Polizei Gothams geschaffenen, psychopathischen Ersatz-Batmen) und dann mit der ominösen Organisation Black Glove sowie dem internationalen Club der Helden auf einer abgeschiedenen Insel, wobei Morrison seine „Silver Age“-Liebe zelebriert und J. H. Williams III am Zeichenbrett brilliert.


Zwischendurch wird mit dem satanisch nummerierten Heft 666 ein Blick in Damians Zukunft geworfen, danach folgen (nach einem weiteren kleinen Sprung, der die zum Crossover „The Resurrection of Ra’s Al Ghul“ zählenden „Batman“-Kapitel auslässt) noch Heft 672-675 mit Artwork von Tony Daniel und Ryan Benjamin. Hier muss sich Batman mit den Nachwirkungen eines ganz besonderen Rituals, dem dritten seiner „Geister“ und nicht zu vergessen der sich zurückgesetzt fühlenden Jezebel Jet auseinandersetzen. Zwischen Realität und Halluzination changierend hält Morrison die Leserschaft dabei gekonnt auf Trab, was die vorliegende Ausgabe also weit über „Batman and Son“ hinaus zu einem Highlight für kleines Geld macht.
 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #
 

Publisher: Hachette


Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.der-dunkle-ritter.de.
 

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artikel closer s145 pc6© SLAM Media

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