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Batman – Die Chroniken des Dunklen Ritters 12

Hachette macht’s möglich: Die komplette „Demon Trilogy“ in einem Band.
Batman - Die Chroniken des Dunklen Ritters 12
© Hachette

Allmählich mag es an dieser Stelle bereits wie eine Standardfloskel klingen, aber ist nun einmal eine (lobenswerte) Tatsache, dass Hachette schon wieder einen in puncto Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbaren Band vorgelegt hat. Das nunmehr erste Dutzend an Einträgen der Kollektion im Zeichen der Fledermaus wird mit der berühmten „Demon Trilogy“ komplettiert, der durch Grant Morrison knapp zwei Dekaden nach der Veröffentlichung des Auftakts zusätzliche Aufmerksamkeit zuteilwurde: Der schottische Superstar borgte sich für den Auftakt seiner Autorenstrecke 2006 (siehe Band 11) einen zentralen Aspekt von „Son of the Demon“ aus dem Jahr 1987 aus, nämlich die dortige Geburt eines gemeinsamen Sohns von Talia al Ghul und Batman.


Dieser damals von Teilen der Leserschaft äußerst kontrovers aufgenommenen Idee verdankt die Story von Mike W. Barr, dass ihr in gewisser Weise halboffizielle Weihen zukommen, obwohl sie als außerhalb der Kontinuität stand und dort, wo sich Geschichten des später etablierten Elseworlds-Sublabels zutragen sollten. Aber auch wenn man diesen für die Bat-Historie bedeutenden Punkt ausklammert, liefert die Graphic Novel äußerst solide Unterhaltung, die ihren Ausgang mit einer Geiselnahme in einer Chemiefabrik und dem Mord an einem Wissenschaftler nimmt. Die Spur führt Batman, wie er später erkennt, etwas zu bequem und schnell zu seinem alten Erzfeind Ra’s al Ghul, der den „Detektiv“ nur zu gerne als seinen Erben sehen würde.


Um einer noch drängenderen Gefahr zu begegnen, die sich in Golatien (einem der vielen fiktiven Staaten auf der DC-Weltkarte) breitgemacht hat, verbünden sich beide und Batmans Liebe zu Ra’s Tochter hat die bereits geschilderten Folgen, wobei die Sache aber einen ebenso tragischen Verlauf nimmt wie die letztlich brüchige Allianz. Ebenso elegant wie Jerry Bingham geht in der Fortsetzung „Bride of the Demon“ (1990) auch Zeichner Tom Grindberg (unterstützt von Eva Grindberg als Koloristin) zu Werk, wobei die fortschreitende Umweltzerstörung und die drastischen Mittel von Talias Vater mit dessen Wunsch, nun selbst für einen Nachfolger zu sorgen, verquickt werden.


Der finale Teil der Trilogie, 1992 unter dem Titel „Birth of the Demon“ erschienen, hebt sich in zweierlei Hinsicht deutlich von den beiden Vorgängern ab: Einerseits erzählte der diesmal als Autor fungierende Dennis O’Neil hier in weiten Teilen die Herkunftsgeschichte von Ra’s Al Ghul, dessen Bemühungen um die Nutzung weltweiter Lazarusgruben von seinem Gegenspieler wiederholt sabotiert worden sind, andererseits eignet sich Norm Breyfogles Stil perfekt, um den zunehmenden Wahn, der den Dämon in seinen jungen Jahren zu umgeben begann, in markanten Bildern einzufangen und zu betonen. Unterm Strich eine nach wie vor unterhaltsame Lektüre, die lediglich einige kleine Patzer im Lektorat trüben und nur deshalb ins Gewicht fallen, weil sich Hachette in dieser Hinsicht ansonsten als nahezu perfekt zeigt.
 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #
 

Publisher: Hachette


Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.der-dunkle-ritter.de.
 

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artikel closer s145 pc6© SLAM Media

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