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Batman – Die Chroniken des Dunklen Ritters 14

Wie ist es möglich, dass der Beschützer Gothams seinem eigenen Begräbnis beiwohnt?
Batman - Die Chroniken des Dunklen Ritters 14
© Hachette

Ebenso wie bei Alan Moore fällt auch das Superhelden-Portfolio, das Neil Gaiman für DC geschaffen hat, relativ übersichtlich aus – und wie im Fall seines Landsmannes, der ihm einst nützliche Tipps für das Handwerk als Comic-Autor mit auf den Weg gab, war auch er eher in den düsteren Gefilden des Verlags unterwegs (Stichwort „The Sandman“). Das fällt als nur eine von mehreren Parallelen auf, was den Inhalt des vorliegenden Bands betrifft: Während Moore im Vorfeld des verlagsweiten Relaunchs „Crisis on Infinite Earths“ gebeten wurde, die „letzte Story“ über den Mann aus Stahl zu schreiben, bevor ihm John Byrne eine Generalüberholung verpasste, sollte zweieinhalb Jahre nach der Veröffentlichung von „Whatever Happened to the Caped Crusader?“ mit „The New 52“ ebenfalls eine neue Ära für DC beginnen.


Auch Umfang und erzählerisches Konzept verhalten sich spiegelbildlich: Die Erzählung wurde auf je ein Heft der zentralen monatlichen Serien des Dunklen Ritters verteilt („Batman“ 686 und „Detective Comics“ 853 mit Coverdatum April 2009) und präsentierte sich als berührende Verneigung vor dem Vermächtnis einer der großen popkulturellen Ikonen. Die Prämisse für das große Rätsel, an das sich der Mitternachtsdetektiv offenbar die Zähne ausbeißt, stellt nicht mehr und nicht weniger als seine eigene Trauerfeier dar. Während eine unbekannte Stimme zu ihm spricht, muss Batman mitansehen, wie sich die verschiedenen Gäste sowohl aus der Schurkenriege als auch der Fledermausfamilie einfinden und verschiedenste Versionen über den Hergang seines Ablebens zum Besten geben.


Nach diesem vom stets souveränen Andy Kubert gezeichneten Highlight gibt es noch einen Nachschlag, um den Umfang des Bands etwas aufzufetten, und zwar in Form des gesamten Rests an Batman-Storys (aus dem Frühwerk) von Gaiman. Sam Kieths nervöser Strich passt perfekt zum schrägen Charakter des Achtseiters mit Bats und dem Joker am „Set“ eines neuen Aufeinandertreffens der beiden (aus „Batman Black and White“ 2 von 1996), während Poison Ivy in einer Geschichte aus „Secret Origins“ 36 (1989) mit Artwork von Mark Buckingham einen Besucher ihrer Zelle, der selbst ein bestimmtes Ziel verfolgt, zu umgarnen versucht. Abgerundet wird dieser Eintrag in die Fledermaus-Sammelreihe mit den Versuchen eines TV-Teams, eine möglichst aussagekräftige Reportage über Batmans Schurkengalerie zu fabrizieren (aus „Secret Origins Special“ 1, ebenfalls von 1989 und illustriert von Matt Wagner und Kevin Nowlan).
 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #
 

Publisher: Hachette


Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.der-dunkle-ritter.de.
 

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artikel closer s145 pc6© SLAM Media

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